Anti-Littering-Aktion in der Schweizer Gemeinde Uster

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Foto: Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt (IGSU)

Mit Humor kommt man weiter. Diesem Motto folgen auch die IGSU-Botschafter-Teams, die vom 1. bis 12. Juni wieder in Uster unterwegs waren. Ihr Einsatz wurde dieses Jahr erstmals von Plakaten begleitet, die die Bevölkerung auf einer anderen Ebene für das Littering-Thema sensibilisieren sollen.

„Wieso wirfst Du Deinen Müll auf die Strasse?“, heißt es darauf, gefolgt von Antwortmöglichkeiten wie „Weil mir die Umwelt egal ist“ oder „Weil Mami hinter mir herputzt“. Markéta Bregenzer von der Abteilung Abfall und Umwelt in Uster erhofft sich viel von den neuen Plakaten: „Ein witziger Spruch kann mehr bewirken, als tausend mahnende Worte. In Kombination mit den IGSU-Botschaftern werden sie sicher in Erinnerung bleiben.“

Eine Umfrage der IGSU von 2017 zeigt, dass die Ustermer im Durchschnitt „wenig“ Littering wahrnehmen und sich die Situation gegenüber dem Vorjahr sogar leicht verbessert hat. Dennoch fühlen sich rund 56 Prozent der hiesigen Bevölkerung von Littering gestört. „Die Stadt Uster hat bereits viele Maßnahmen gegen Littering erfolgreich umgesetzt, deshalb eignet sie sich optimal für unsere neue, freche Plakatkampagne“, findet Nora Steimer, Geschäftsleiterin der IGSU. „Die Plakate nehmen den Humor der IGSU-Botschafter wieder auf, holen die Bevölkerung aber auf einer anderen Ebene ab.“

Die IGSU-Botschafter-Teams sind im Laufe des Sommers in allen Landesteilen anzutreffen. Von Ascona über Sion und Neuchâtel bis nach St.Gallen informieren sie über Littering und Recycling und sprechen Spaziergänger und Parkbesucher direkt an, um diese zum korrekten Entsorgen ihrer Abfälle zu ermuntern. Die IGSU-Botschafter sind auch an Schulen aktiv und erklären Schülern den korrekten Umgang mit Abfällen und den verschiedenen Wertstoffen. Dabei kommen interaktive Unterlagen zum Einsatz, die bei der IGSU kostenlos angefordert werden können. Die neue Plakatkampagne wird dieses Jahr in Uster, Rapperswil-Jona und Thun durchgeführt.

Vom Clean-Up-Day bis zum No-Littering-Label

Unterstützt vom Bundesamt für Umwelt BAFU, der Organisation Kommunale Infrastruktur OKI und der Stiftung Pusch führt die IGSU auch den nationalen Clean-Up-Day durch, der dieses Jahr am 14. und 15. September 2018 stattfindet. Außerdem berät die IGSU Gemeinden und Schulen, betreibt eine Online-Toolbox mit Hilfsmitteln zur Lösung von Littering-Problemen und vergibt das No-Littering-Label an Städte, Gemeinden und Schulen, die sich aktiv gegen Littering engagieren.

Die Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt (IGSU) ist das Schweizer Kompetenzzentrum gegen Littering. Seit 2007 setzt sie sich national mit präventiven Sensibilisierungsmaßnahmen für eine saubere Schweiz ein. Die Trägerschaft der IGSU bilden die IGORA-Genossenschaft für Aluminium-Recycling, PET-Recycling Schweiz, VetroSwiss, 20Minuten, Blick am Abend, Swiss Cigarette, McDonald’s Schweiz, Migros, Coop, Valora und International Chewing Gum Association. Diese engagieren sich daneben auch mit eigenen Aktivitäten gegen Littering und stellen beispielsweise zusätzliche Abfalleimer auf oder führen Aufräumtouren durch.

Quelle: Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt (IGSU)