Lanxess auf der Achema 2018 – Fachmesse für die Prozessindustrie

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Im Leder-Anwendungstechnikum in Leverkusen entwickelt Lanxess Lederchemikalien und innovative Gerbereimethoden (Foto: Lanxess AG)

Der Spezialchemie-Konzern präsentiert sich vom 11. bis 15. Juni in Frankfurt am Main sowohl mit innovativer Technologie als auch mit bewährten Produkten.

Im Rahmen der Sonderschau „Process Industrie 4.0: The Age of Modular Production“, einer Initiative von Namur, Dechema/ProcessNet und dem Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI), wird eine preisgekrönte Pilotanlage für die ressourceneffiziente Herstellung von Lederchemikalien vorgestellt. Ein Modell der Anlage ist auf dem Gemeinschaftsstand D41 in Halle 9.2 als Beispiel für die technische Umsetzung von Ideen in Bezug auf modulare Automation zu sehen.

Dagegen in der Industrie schon altbewährt – seit fast einem Jahrhundert weltweit in chemischen Prozessen im Einsatz – ist die Produktreihe Diphyl, die das Tochterunternehmen Lanxess Distribution GmbH auf der Achema in Halle 5.1 auf dem Stand D100a präsentiert. Die synthetischen Wärmeträgermedien sorgen für einen sicheren Betrieb von Wärmeübertragungsanlagen.

Ressourceneffiziente Herstellung von Lederchemikalien

Unter dem Titel „Ressourceneffiziente Herstellung von Lederchemikalien“ (ReeL) hat der Lanxess-Geschäftsbereich Leather in Zusammenarbeit mit dem Leverkusener Forschungsinstitut Invite eine modulare Pilotanlage konzipiert, um aus Falzspänen und Schnittabfällen, die bisher in der Regel entsorgt worden sind, sowie aus pflanzlicher Biomasse Nachgerbstoffe der Marke „X-Biomer“ herzustellen. Die innovative, modulare Anlage kann in Gerbereien direkt an Ort und Stelle betrieben werden.

Die Praxiserprobung erfolgt seit Mitte 2017 beim Projektpartner Heller-Leder GmbH & Co. KG aus dem niedersächsischen Hehlen. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Fördermaßnahme „r+Impuls – Innovative Technologien für Ressourceneffizienz – Impulse für industrielle Ressourceneffizienz“ gefördert. Für diese innovative Technologie zur Wiederverwertung von Resten in der Lederherstellung ist Lanxess mit dem Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt 2017 in der Kategorie „Umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen“ ausgezeichnet worden.

Diphyl Wärmeträgerfluide jetzt mit erweitertem Service

Die Lanxess Distribution GmbH, Vertriebs- & Handelspartner der Unternehmensgruppe für chemische Zwischenprodukte und Spezialitäten, präsentiert sich der Prozessindustrie mit seinen organischen Wärmeträgerflüssigkeiten der bewährten Marke Diphyl. Sie zeichnen sich durch ihre – wie es heißt – einzigartige Thermostabilität und Langlebigkeit aus und können in einem weiten Temperaturbereich eingesetzt werden:

Diphyl       + 13 °C bis + 400 °C

Diphyl KT   – 45 °C bis + 350 °C

Diphyl THT     0 °C bis + 345 °C

Diphyl DT   – 30 °C bis + 330 °C

Die Verweilzeit in den Anlagen beträgt bei Diphyl aufgrund der hohen thermischen Stabilität durchschnittlich zehn Jahre. Da jeder organische Wärmeträger aufgrund der hohen Temperaturbelastung durch allmähliche Zersetzungsreaktionen altert, müssen sowohl Auswahl als auch Wartung des Wärmeträgers exakt auf den jeweiligen Prozess und die Konzeption der Anlage abgestimmt werden. Um die Anwender beim Einsatz der technisch anspruchsvollen Fluide zu unterstützen, bietet Lanxess umfassende produktbegleitende Pre- und Aftersales-Services. Dazu zählen die Beratung bei der Anlagenplanung, ausführliche Produktdaten, ein Programm zur Berechnung wichtiger Anlagenparameter sowie Analysen von im Gebrauch befindlichen Wärmeträgerfluiden.

In Zukunft sollen die Daten im Sinne einer „Predictive Maintenance“, also einer vorausschauenden Instandhaltung seitens des Kunden, miteinander verknüpft werden, um kritische Anlagenzustände zu vermeiden und Schäden wie Korrosion, Ablagerungen, Zersetzung von Thermofluiden an den verschiedenen Anlagenteilen wie Erhitzern, Pumpen, Rohrleitungen, Kondensatoren oder Wärmetauschern zu verhindern. Durch den Paradigmenwechsel weg von „reaktiver“ hin zu vorausschauender Instandhaltung sollen Verfügbarkeit, Kosten und Funktionstüchtigkeit optimal aufeinander abgestimmt werden.

Quelle: Lanxess AG