Entscheidung gefallen: Progroup baut Papierfabrik in Sandersdorf-Brehna

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Wellpappenzuschnitt (Quelle: VDW)

Nachdem das Unternehmen bereits Mitte Februar die aktiven Vorbereitungen zum Bau einer weiteren Papierfabrik angekündigt hat, ist die Standortentscheidung nun gefallen. Progroup wird die neue state-of-the-art Papierfabrik in Deutschland in Sandersdorf-Brehna bei Bitterfeld (Sachsen-Anhalt) kurzfristig errichten.

Der Baubeginn ist nach heutigem Stand bereits im ersten Quartal 2019 geplant und das Projekt wird nach aktuellem Planungsstand im zweiten Halbjahr 2020 abgeschlossen sein. Unter dem Dach von Progroup bilden die Produktionsstätten von Propapier und Prowell ein korrespondierendes System, mit dem Ziel, die Produktionskapazitäten beider Geschäftsbereiche optimal auszubalancieren. Nach der Ankündigung über den Bau von bis zu vier weiteren Wellpappformatwerken bis 2021 und der Entscheidung über den Standort für die dritte Papierfabrik geht Progroup nun in die intensive Umsetzungsphase seiner Strategieperiode „Two Twentyfive“.

Standortwahl und verkehrstechnische Anbindung ausschlaggebend

Nach intensiver europaweiter Standortsuche wird die Papiermaschine PM3 in Sandersdorf-Brehna bei Bitterfeld (Deutschland) gebaut. Neben der räumlichen Nähe zu den Standorten der beiden weiteren Papierfabriken von Progroup (PM1 in Burg und PM2 in Eisenhüttenstadt) waren für die Standortwahl vor allem die gute verkehrstechnische Anbindung sowie die hohe industrielle Kompetenz der Region ausschlaggebend. Mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 375 Millionen Euro für den Bau der Papiermaschine werden, abhängig von der finalen technischen Konfiguration, circa 140 hochmoderne direkte und circa 350 indirekte Arbeitsplätze in der Region geschaffen. Das Gesamtprojekt sieht neben der Errichtung der Papierfabrik in einem zweiten Schritt auch den Bau eines eigenen EBS-Kraftwerks vor, das die neue Papiermaschine dann energieeffizient mit Dampf und Strom versorgt.

Die Produktionsanlagen werden auf rund 450.000 Quadratmeter Baugrundstück „auf der grünen Wiese“ realisiert. Nach aktueller Planung ist der Produktionsstart schon für das zweite Halbjahr 2020 vorgesehen. Die neue Papiermaschine PM3 wird Wellenstoff und Testliner innerhalb des Grammaturbereichs von 80 bis 150 gr/m² produzieren. Nach der Anlaufphase produziert die Anlage mit einer Arbeitsbreite von 9,20 Metern eine Jahreskapazität von 750.000 Tonnen Wellpappenrohpapier. Zusammen mit den beiden Papierfabriken PM1 in Burg und PM2 in Eisenhüttenstadt erhöht sich damit die jährliche Gesamtproduktionskapazität an Wellpappenrohpapieren von 1.100.000 Tonnen auf circa 1.850.000 Tonnen.

Quelle: Progroup AG