Agrarfoliensammlung mit weiter wachsendem Systemerfolg

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Agrarfolien aus den verschiedensten Einsatzbereichen können im ERDE-System gesammelt werden (Foto: RIGK)

ERDE Recycling, die von acht Folienherstellern, der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. und RIGK gemeinsam getragene Lösung für die umweltgerechte Rücknahme und Verwertung gebrauchter Agrarfolien, verzeichnet auch im vierten Jahr kontinuierlich steigende Sammelmengen.

Dabei profitieren Nutzer des Systems – trotz der aktuellen chinesischen Umweltpolitik, die eine Erhöhung der Entsorgungskosten für gebrauchte Kunststoffe verursacht – weiterhin von einer attraktiven Preisstruktur. Dies sichert auch für die nächste Zukunft den Erfolg dieser herstellergetragenen Initiative zum umweltschonenden Umgang mit Kunststoffabfällen aus der Landwirtschaft und damit deren Beitrag zum Schutz der Umwelt.

Darüber hinaus besteht aber der Bedarf einer Beteiligung derjenigen Erzeuger und Importeure von Agrarfolien, die bisher noch nicht in das System ERDE eingebunden sind. „Wir, die beteiligten Hersteller von Agrarfolien, sehen uns in der Pflicht, für unsere Produkte auch nach deren Gebrauch Sorge zu tragen. Mit der finanziellen Unterstützung von ERDE übernehmen wir Verantwortung für unsere Branche und die Umwelt und bieten den Nutzern unserer Produkte eine kostengünstige Möglichkeit zur Abgabe ihrer gebrauchten Folien. Aus unserer Sicht ist es notwendig, dass alle Unternehmen unserem Beispiel folgen und Verantwortung für Landwirtschaft und Umwelt übernehmen“, erklärt Franz-Josef Lichte, Vorsitzender der Initiative ERDE.

Erneuter Sammelrekord entlastet Umwelt um über 9.200 Tonnen CO2

Der Rücknahmeservice hat dank der Herstellerunterstützung im Jahr 2017 erneut einen Rekordwert verbucht. So konnte die Menge der bei über 340 Sammelterminen an 322 landwirtschaftlichen Sammelstellen erfassten Silagestretchfolien, Flachsilofolien und Unterziehfolien gegenüber 2016 um mehr als 30 Prozent auf insgesamt 7.061 Tonnen gesteigert werden.

Wie groß die Umweltrelevanz dieser Zahl ist, veranschaulicht ein Vergleich hinsichtlich der Kohlendioxidemission. Nach Zahlen des Fraunhofer-Instituts gelangen bei der stofflichen Wiederverwertung einer Tonne des ERDE-Sammelgutes 1,3 Tonnen CO2 weniger in die Atmosphäre als bei der Produktion einer entsprechenden Menge an Kunststoff-Neuware. Bezogen auf 2017 entspricht dies einer Emissionseinsparung von über 9.200 Tonnen CO2 – so viel wie 962 Hektar Waldfläche im gleichen Zeitraum aufnehmen können.

Trotz China: Attraktive Konditionen für Nutzer

Durch die eingeführten Importrestriktionen für Kunststoffabfälle in China kommt es zu einem Überangebot an Sekundärkunststoffen auf dem deutschen Markt. Dies führte zu einer erhöhten Auslastung der Recyclingkapazitäten und in Folge dessen zu erhöhten Entsorgungskosten für Kunststoffe. Obwohl Agrarkunststoffe aus dem ERDE-System nicht nach China importiert wurden, sind auch in diesem Bereich deutliche Kostenerhöhungen eingetreten.

Trotzdem kann das System den Preis für die Entsorgung weiter niedrig halten. Zu verdanken ist dies zu einem maßgeblichen Teil dem Engagement der Sammelpartner und der beteiligten Hersteller: Ab Rani Plast Oy, Duo-Plast AG, Groupe Barbier, Manuli Stretch Deutschland GmbH, Polifilm Extrusion GmbH, RKW Agri GmbH & Co KG, RPC BPI Group und Trioplast GmbH.

Beleg: RIGK GmbH

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