bvse: Recycling braucht verbesserte Mülltrennung von privaten Haushalten

916
Abfalltonnen (Foto: ©Maik Schwertle /http://www.pixelio.de)

Bonn — „Mülltrennung in den privaten Haushalten ist eine wichtige Stellschraube. Je besser sie funktioniert, desto besser kann man den Verpackungsabfall recyceln“, erklärt Eric Rehbock, Hauptgeschäftsführer des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung.

„Wir stellen fest, dass es teilweise erhebliche Unterschiede bei der Qualität der Mülltrennung gibt. Es gibt viele Regionen, da funktioniert sie gut. Es gibt aber auch Gebiete, wo bis zu 60 Prozent Fehlwürfe festgestellt werden. Wenn wir dafür sorgen wollen, dass mehr Verpackungen, insbesondere Kunststoffverpackungen recycelt werden, müssen wir auch die Sammlungen verbessern“, fordertQuelle Eric Rehbock.

Der bvse sieht dafür durchaus erfolgversprechende Möglichkeiten. So mahnt der Recyclingverband an, dass die Bürgerinnen und Bürger besser und intensiver auf die richtige Mülltrennung hingewiesen werden. Die Kommunikation sei in den letzten Jahren sträflich vernachlässigt worden. Hier müsse dringend mehr geschehen. In der Pflicht sieht der bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock die dualen Systeme und insbesondere die Kommunen in Deutschland.

Kritisiert wird in der Branche aber auch, dass es Kommunen gibt, die ihren Bürgerinnen und Bürgern finanzielle Anreize dafür bieten, möglichst wenig Abfall in die Beseitigungstonnen zu werfen. Im Ergebnis bedeutet das nämlich, dass weniger Beseitigungsmüll in die eigentlich dafür vorgesehenen Abfallbehälter kommt und gleichzeitig der nicht recycelbare Müllanteil im gelben Sack bzw. der gelben Tonne ansteigt. Rehbock: „Die Materialqualität rauscht so in den Keller. Da hilft auch die modernste Sortieranlage nicht mehr weiter!“

Quelle: bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.

Anzeige