HWWI-Rohstoffpreisindex im März: Industrierohstoffe um 3,3 % gefallen

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Im März stieg der HWWI-Rohstoffpreisindex um 0,4 Prozent (in Euro: +0,5 %), nachdem er im Februar, erstmals seit Juli 2017, deutlich gefallen war. Damit scheint der Abwärtstrend in der Preisentwicklung auf den internationalen Rohstoffmärkten vorerst gestoppt.

Der Gesamtindex notierte mit 122,0 Punkten (in Euro: +109,7 Punkte) leicht über dem Vormonat. Der Index für Energierohstoffe stieg um 0,7 Prozent (in Euro: +0,8 %), wobei sich Rohöl im Monatsdurchschnitt leicht verteuerte, jedoch die durchschnittlichen Preise für Kohle und Erdgas fielen. Nahrungs- und Genussmittel verteuerten sich im März erneut. Der Index für Nahrungs- und Genussmittel stieg um 1,5 Prozent (in Euro: +1,6 %). Dagegen fiel der Index für Industrierohstoffe um 3,3 Prozent (in Euro: -3,2 %), wobei vor allem die Preise für NE-Metalle nachgaben. Der Index ohne Energie fiel deshalb um 1,6 Prozent (in Euro: -1,5 %) auf 116,2 Punkte (in Euro: +104,5 Punkte).

Index für Energierohstoffe: +0,7 Prozent (in Euro: +0,8 %)

Im März war ein leichter Anstieg des durchschnittlichen Rohölpreises der drei führenden Rohölsorten um 1,3 Prozent (in Euro: +1.4 %) auf 64,35 US-Dollar (52,17 Euro) pro Barrel zu verzeichnen. Es wurden Meldungen bekannt, dass die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und Russland Überlegungen anstellen, ihre bisherige Zusammenarbeit in der Begrenzung der Rohölförderung für weitere zehn bis 20 Jahre fortzusetzen. Weiterhin wird das Angebot durch die anhaltende politische und ökonomische Krise Venezuelas eingeschränkt. Im Einzelnen stieg der Preis für europäisches Rohöl der Sorte Brent am stärksten. Brent verteuerte sich um 1,8 Prozent (in Euro:+1,9 %). Rohöl aus dem Nahen Osten stieg um 1,1 Prozent (in Euro: +1,2 %) und der durchschnittliche Referenzpreises für die US-amerikanische Rohölsorte, West Texas Intermediate (WTI), stieg um 1,0 Prozent (in Euro: +1,1 %).

Leicht gesunken ist der Preis für Erdgas. Der durchschnittliche Erdgaspreis fiel um 1,0 Prozent (in Euro: -0,9 %) gegenüber dem Vormonat. Stärker als im Februar sank der Kohlepreis im März. Kohle verbilligte sich um 4,8 Prozent (in Euro: -4,7 %). Insgesamt stieg der Index für Energierohstoffe um 0,7 Prozent (in Euro: +0,8 %) auf 122,9 Punkte (in Euro: 110,6 Punkte).

Index für Industrierohstoffe: -3,3 Prozent (in Euro: -3,2 %)

Der Index für Agrarische Rohstoffe stieg im März um 0,9 Prozent (in Euro: +1,0 %). Dabei stieg der Preis für Schnittholz erneut, der Anstieg fiel jedoch im Vergleich zu den Vormonaten gering aus. Im März verteuerte sich Schnittholz lediglich um 1,7 Prozent (in Euro: +1,8 %). Damit wurde der starke Trend im Preisanstieg der letzten Monate unterbrochen. Deutlich gefallen ist der Index der NE-Metalle. Er gab insgesamt um 4,0 Prozent (in Euro: -3,9 %) nach. Auffällig ist, dass alle monatlichen Durchschnittspreise der im Index vertretenen NE-Metalle fielen, nachdem sie sich noch im Vormonat sehr unterschiedlich entwickelt hatten. Die Aussicht auf die Erhebung von Straffzöllen für die Einfuhr von Rohstoffen in die USA hatte die Nachfrage nach NE-Metallen zunächst steigen lassen. Die Lagerbestände wurden deutlich ausgebaut. Nachdem die Pläne der US-amerikanischen Regierung moderater als erwartet ausfielen, werden diese Bestände wieder abgebaut, wodurch angebotsinduziert die Preise sanken.

Darüber hinaus preissenkendend wirkten Befürchtungen von Marktteilnehmern, dass durch protektionistische Maßnahmen das globale Wachstum in Zukunft abnehmen könnte. Der Preis für Aluminium reduzierte sich um 5,0 Prozent (in Euro: -4,9 %). Deutlich sank der Bleipreis. Er fiel um 7,1 Prozent (in Euro: -7,0 %). Der Nickelpreis gab um 1,3 Prozent (in Euro: -1,2 %) nach, nachdem er in den letzten Monaten gestiegen war. Ebenfalls wurde der positive Preistrend bei Zink und Zinn unterbrochen. Der Preis für Zink sank um 7,3 Prozent (in Euro: -7,2 %). Kupfer verbilligte sich erneut. Ferner fiel der Index für Eisenerz und Stahlschrott um 5,5 Prozent (in Euro: -5,4 %). Insgesamt fiel der Index für Industrierohstoffe um 3,3 Prozent (in Euro: -3,2 %) auf 127,1 Punkte (in Euro: 114,3 Punkte), nachdem er im Februar noch leicht gestiegen war.

Quelle: Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut gemeinnützige GmbH (HWWI)