Trotz Belastungen: Aurubis zurück in der Gewinnzone

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Foto: Aurubis AG (Aurubis Werk Hamburg)

Hamburg — Für die Aurubis AG ist die Ergebnisverbesserung im zweiten Quartal insbesondere auf gestiegene Schmelz- und Raffinierlöhne für Kupferkonzentrate, eine Erholung der Märkte unserer Hauptprodukte Gießwalzdraht und Stranggussformate sowie die zu Kalenderjahresbeginn erhöhte Kathodenprämie zurückzuführen. Belastend wirkten sich nach wie vor eine schwache Nachfrage nach Schwefelsäure mit entsprechend niedrigen Preisen und anhaltend niedrige Verarbeitungslöhne für Recyclingmaterialien aus. Hinzu kamen noch Nachwirkungen des großen Wartungs- und Reparaturstillstands in Hamburg (September/Oktober 2013), die bis ins zweite Quartal reichten.

„Wir hatten einige erfreuliche Entwicklungen zu verzeichnen. Die erwarteten Verbesserungen in einigen Geschäftsbereichen sind eingetreten und die Hütte in Hamburg produziert wieder mit hohen Durchsätzen“, erklärte Peter Willbrandt, Vorsitzender des Vorstands von Aurubis.

Exzellenter Cashflow

Durch die Schwäche der Metallpreise sank der Umsatz des Aurubis-Konzerns im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2013/14 auf 5.734 Mio. € (Vj. 6.708 Mio. €). Im Vergleich zum Vorjahr lagen die Durchschnittspreise im 1. Halbjahr 2013/14 für Kupfer um rund 10%, für Gold um 23% und für Silber sogar um 34% niedriger.

Die Aurubis AG erzielte im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2013/14 ein operatives Ergebnis vor Steuern (EBT) von 28 Mio. € (Vj. 141 Mio. €). Im ersten Quartal hatte Aurubis einen operativen Verlust (EBT) von 2,5 Mio. € ausgewiesen. Im ersten Halbjahr konnte ein exzellenter Cashflow verzeichnet werden. Der Netto-Cashflow betrug 346 Mio. € (Vj. 28 Mio. €). Das IFRS-Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug -121 Mio. € (Vorjahr: 50 Mio. €). Das IFRS-Ergebnis enthält im Gegensatz zum operativen Ergebnis u.a. Bewertungseffekte durch Kupferpreisschwankungen. Für die Beurteilung des Geschäftsverlaufs und für die Steuerung des Unternehmens ist für Aurubis daher das operative Ergebnis ausschlaggebend.

Mit verbesserter Nachfrage gerechnet

Die physische Kathodenknappheit, ausgedrückt in den aktuell hohen Spot-Kathodenprämien, dürfte sich auch im weiteren Jahresverlauf fortsetzen. Marktunsicherheiten, insbesondere in China, führen aus Sicht von Marktbeobachtern zu einer Seitwärtsbewegung des Kupferpreises.

Doch eine gute Minenproduktion gewährleistet weiterhin hohe Schmelz- und Raffinierlöhne für Kupferkonzentrat. Dies hat sich in einem Anstieg der Benchmark-Schmelz- und -Raffinierlöhne zum Anfang des Kalenderjahres von 70 US$/t / 7 US¢/lb auf 92 US$/t / 9,2 US¢/lb ausgewirkt. Ebenfalls positiv auf das Ergebnis wird sich die seit Kalenderjahresbeginn erhöhte Kathodenprämie in Europa auswirken.

In den nächsten Monaten wird allgemein mit einer leichten Verbesserung der Nachfrage nach Schwefelsäure gerechnet. Die konkreten Auswirkungen auf die erzielbaren Absatzpreise bleiben jedoch abzuwarten. Auf dem Altkupfermarkt gehet das Unternehmen von keiner Verbesserung der engen Marktlage aus.

Verbessertes Ergebnisniveau erwartet

Im Hinblick auf das positive konjunkturelle Umfeld rechnet Aurubis mit einer fortgesetzt guten Geschäftsentwicklung bei Gießwalzdraht und Stranggussformaten. Aus der Fortsetzung der Restrukturierungmaßnahmen des Bereiches Flachwalzprodukte erwartet das Unternehmen in den nächsten Quartalen noch keine wesentlichen positiven Ergebniseffekte.

„Insgesamt gehen wir davon aus, für das laufende Geschäftsjahr ein über dem Vorjahr liegendes Ergebnisniveau zu erreichen“, sagte Peter Willbrandt abschließend.

Der vollständige Bericht über die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2013/14 ist unter aurubis.com zu finden.

Quelle: Arubis AG