Krebs & Sisler erhalten Patent für das Recyclen von Kohlendioxid (CO2)

1236
Laboranalyse (Foto: © Michael Bührke / http://www.pixelio.de)

Chicago, Illinois, USA — Krebs & Sisler LP, ein Energieforschungsunternehmen aus dem Großraum Chicago, hat eine kostengünstige Methode zum Trennen und Recyclen von CO2 entwickelt. Die Methode nennt sich Verbesserte Wasserreinigung mit Photosynthese und Photokatalyse/ Prozess des Biomassewachstums.  „Wir sind durch die Entdeckung, dass das Wachstum von hydroponischer Biomasse durch ständige CO2-Tränkung und gleichzeitige LED-Sättigung um mehr als ein Hundertfaches erhöht werden kann, auf das ökonomische CO2-Recycling gekommen. Diese Verbesserung wird im Patent 8.673.615 dargestellt“, erklärt der Erfinder Bill Krebs.

Bei der O2/CO2-Verbrennung wird Sauerstoff zur Temperaturkontrolle des Treibstoffoxidationsmittels, das für die Verbrennung von Kohle, Petrolkoks oder Erdgas verwendet wird, mit CO2 verdünnt. Der Ausschluss des Stickstoffes, der bei der luftbefeuerten Verbrennung vorhanden ist, ermöglicht eine kostenlose Wiederherstellung des Kondensats und des CO2 in einem Brennwertkessel. Das Kondensat und das CO2 werden in tiefe und langsam fließende Wasserkanäle gepumpt und mit dem sichtbaren Lichtspektrum von Leuchtdioden (LEDs) durchtränkt. Ein Photokatalysator mineralisiert organische und anorganische Verbindungen zur Absorption in eine Biomasse aus Cyanobakterien wie Spirulina. Durch die Absorption von Mineralien in die wachsende Biomasse wird gleichzeitig das fließende Wasser gereinigt.

Wenn diese Prozesse optimiert sind, werden sie zuverlässig und hocheffizient sein und keine schädlichen Emissionen oder Abwässer in die Umwelt abgeben. Es entsteht dadurch auch eine Biomasse, die reich an Kohlehydraten und Proteinen ist und für Kraftstoffe, Dünger, als Tiernahrung oder Nahrungsergänzungsmittel für Menschen verwendet werden kann.

„Wir entwickeln gerade einen Drehofen für die Verbrennung und Kondensation von Kohle und O2/CO2. Dadurch ergeben sich erhebliche Vorteile in Bezug auf die Kosten, die Effizienz und die Emissionen“, ist sich Krebs sicher. „Ein entscheidender Faktor für die Effizienz der Wärmeübertragung ist, dass die Drehofenmethode zur Verbrennung mit zerkleinerter Kohle drei bis fünf Minuten oder länger für die komplette Kraftstoffverbrennung und Wärmeübertragung gewährt, während die derzeit verwendeten Brennkammern mit pulverisierter Kohle nur drei bis fünf Sekunden gewähren.“ Und er fügt hinzu: „Die heutigen luftbefeuerten Anlagen haben eine durchschnittliche Kraftstoffeffizienz von 34 Prozent. Wenn unsere O2/CO2-Verbrennungsmethode mit einem Brennwertkessel kombiniert wird, erhöht sich die Kraftstoffeffizienz der Anlage um mehr als das Doppelte und damit reduziert sich der Bedarf an Kraftstoff und Sauerstoff um die Hälfte.“

„Zu den vielen Anwendungen und Vorteilen dieser Kombination von Prozessen gehört die Umwandlung von vergeudetem CO2, Abwasser und Salzwasser in profitable Biomasse und entmineralisiertes Trinkwasser, eine verbesserte Effizienz bei der Stromerzeugung, praktisch keine schädlichen Emissionen, relativ geringe Investitions- und Betriebskosten in der Gesamtheit, eine verbesserte Kraftstoffflexibilität, erhöhte Einnahmen und eine kompakte Raumnutzung im Vergleich zu den derzeitigen Methoden zur Stromerzeugung, bei denen CO2, Wärme und Wasserdampf in der Atmosphäre verschwendet werden“, zählt Erfinder  Krebs zusammen.

„Als Methode der Entsorgung von CO2 ist die Sequestrierung vorgeschlagen worden, aber diese Methode ist teuer und es werden Kohlenstoff und Sauerstoff, zwei Elemente, die für das Leben auf der Erde unerlässlich sind, verschwendet“, meint Bill Krebs.

Quelle: Business Wire