Tönsmeier und WWF verlängern Partnerschaft für weitere drei Jahre

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Bernd Ranneberg (Tönsmeier) und Christoph Heinrich (WWF) bei Vetragsunterzeichnung (Foto: Tönsmeier Group)

Porta Westfalica / Berlin — Die Tönsmeier Gruppe und der WWF Deutschland setzen das gemeinsame Engagement zum Schutz der Meere auch über das Jahr 2018 hinaus fort. Ab September 2018 wird Tönsmeier die finanzielle Unterstützung der Umweltorganisation zudem deutlich erhöhen. Darüber hinaus wird der Entsorger weiterhin seine fachliche Expertise in die Zusammenarbeit einbringen und den WWF im Dialog mit Politik und Verwaltung bei Umwelthemen unterstützen, beispielsweise beim Einsatz von Sekundärrohstoffen, der Einführung von Rücknahmesystemen oder auch der Entwicklung von Abfallwirtschaftsplänen.

„Der Schutz unserer Meere gehört zu den zentralen Herausforderungen unserer Zeit und es besteht akuter Handlungsbedarf. Es ist uns daher besonders wichtig, einen Beitrag zur Lösung dieser Probleme zu leisten“, betonte Bernd Ranneberg, Geschäftsführer der Tönsmeier Gruppe, in Berlin. Auch Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz des WWF Deutschland, freut sich über die Verlängerung der Zusammenarbeit: „Um der Bedrohung maritimer Lebensräume wirksam entgegenzutreten, entwickeln wir ein Paket, das sowohl Sofortmaßnahmen als auch strategische Ansätze beinhaltet. Das Projekt Geisternetze hat erfolgreich gezeigt, dass uns Tönsmeier in beiden Schwerpunkten unterstützen kann: Die finanzielle Unterstützung sichert die Durchführung der operativen Schutzmaßnahmen und das fachliche Know-how der Unternehmensgruppe hilft bei der Entwicklung geeigneter Strategien.“

Gemeinsam für Bergung von Geisternetzen

Tönsmeier und der WWF Deutschland sind seit über 2 Jahren Partner in einem Projekt zur Bergung von Geisternetzen aus der Ostsee. Geisternetze sind herrenlose Kunststoffnetze aus der Fischerei, die die Meeresumwelt gefährden. Mit der Unterstützung von Tönsmeier sind seit Frühjahr 2016 speziell geschulte Fischkutterbesatzungen unterwegs, die seither viele Tonnen dieser Netze aus der deutschen Ostsee geborgen haben. Im März 2017 starteten verschiedene Versuchsreihen, die untersuchen, wie die geborgenen Netze wertstofflich verwertet werden können. Welche Verwertungsart sich ökologisch und ökonomisch am besten eignet, wird momentan ermittelt.

Tönsmeier wird das Projekt Geisternetze auch weiterhin fördern. Zusätzlich werden Vorhaben unterstützt, die aus den strategischen Überlegungen des WWF Deutschland resultieren. „So sinnvoll Aktionen zum Sammeln von Müll an Stränden und auf See sind: Der Plastikmüll darf erst gar nicht in die Umwelt gelangen. Südostasien gilt als Hauptverursacher für Plastikmüll im Ozean. Darum konzentriert der WWF seine Aktivitäten auf die Vermeidung von Plastikmüll und die Verbesserung von Abfallsammel- und Recyclingsystemen in diesen Ländern. Durch seine Präsenz vor Ort hat der WWF gute Voraussetzungen geschaffen, gemeinsam mit anderen Akteuren dieses Thema wirkungsvoll anzugehen“, erklärte Christoph Heinrich dazu in Berlin.

Modellprojekte in Südostasien

Zur Umsetzung erster Maßnahmen werden derzeit verschiedene Modellprojekte entwickelt, bei denen vor allem die WWF-Büros in Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt eine zentrale Rolle spielen, denn: Vietnam steht an vierter Stelle der Länder, von denen aus der meiste Plastikmüll in die Meere gelangt. Ursache des Eintrags von Meeresmüll aus dem Mekong Delta ist die fehlende Trennung der Abfallfraktionen und es fehlen Kapazitäten zur Abfallentsorgung, also Deponien, Verbrennungs- und Recyclinganlagen.

Tönsmeier wird in Südostasien zwei wichtige Vorhaben unterstützen: Die vietnamesische Insel Phu Quoc, die im Golf von Thailand liegt, hat sich in den vergangenen Jahren zu einem bedeutenden Ziel für den Tourismus entwickelt. Damit einher ging ein deutlicher Zuwachs der Abfallmengen, auf welche die Insel strukturell nicht eingestellt ist und die die einzigartige Natur in dieser Region bedrohen. Auf Phu Quoc sollen Maßnahmen zur Müllvermeidung im Touristiksektor initiiert werden und es ist vorgesehen, mittelfristig ein Abfallmanagementsystem zu entwickeln, um die hochsensiblen Meeresschutzgebiete und Nationalparks vor weiteren Schäden zu bewahren. Dieses Projekt wird Tönsmeier finanziell und fachlich unterstützen.

Langfristige Lösungsmuster entwickeln

Ähnliche Herausforderungen bestehen in der Provinz Long An, die im nördlichen Teil des Mekong Deltas liegt. Auch hier tragen in erster Linie strukturelle Defizite dazu bei, dass über den Mekong große Mengen Plastikmüll ins Meer gelangen. Geplant sind daher verschiedene Projekte zur getrennten Sammlung und Aufbereitung von Müll und Wertstoffen, um künftig den Eintrag in die maritimen Ökosysteme zu verringern. Hierbei wird Tönsmeier fachlich unterstützen. „Bei den Vorhaben in Phu Quoc und Long An werden im besten Fall langfristige Lösungsmuster entwickelt, die auch auf andere Regionen übertragen werden können.Wichtigstes Ziel ist es – da stimme ich der strategischen Ausrichtung des WWF uneingeschränkt zu – schon die Ursachen für eine weitere Vermüllung unserer Meere zu bekämpfen“, unterstreicht Bernd Ranneberg.

Quelle: Karl Tönsmeier Entsorgungswirtschaft GmbH & Co. KG