25 Jahre RIGK – 25 Jahre erfolgreiche Rücknahme- und Verwertungssysteme

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Grafik: © RIGK

Wiesbaden — Vor 25 Jahren, im Januar 1993, nahm RIGK die Geschäftstätigkeit auf. Als Mittler zwischen Inverkehrbringer und Endverbraucher trägt das Unternehmen dazu bei, dass aus gebrauchten Kunststoffverpackungen und landwirtschaftlich genutzten Kunststoffprodukten wieder wertvolle Rohstoffe werden.

Mit 28 Mitarbeitern in der Wiesbadener Zentrale und 60 Mitarbeitern weltweit betreibt RIGK im Jubiläumsjahr acht Rücknahmesysteme, den Handel mit Kunststoffen und die projektbezogene weltweite Beratung. Dabei kooperiert die RIGK mit knapp 58.000 Kunden sowie deutschlandweit über 1.100 Lieferanten und Partnerunternehmen. Darüber hinaus ist das Unternehmen mit Tochtergesellschaften in Rumänien und Chile präsent, die dort Rücknahmesysteme bzw. die Implementierung von Recyclingsystemen und Beratungsprojekte betreiben.

Kundenorientiertes Handeln, bewusster, schonender Umgang mit Ressourcen und Förderung von innovativen Verwertungsmöglichkeiten bestimmen das Credo der RIGK. Dadurch ließen sich unter anderem permanent niedrige Lizenzgebühren für die Kunden realisieren.

Internationalisierung – ein Schlüssel zur Zukunft

Über die Rücknahme-Systeme und den Handel mit Kunststoffen hinaus spielt die internationale Beratung heute eine bedeutende Rolle im Leistungsportfolio der RIGK. Diese schließt projektbezogene Beratertätigkeiten in Kanada und Russland ebenso ein wie die in Rumänien und Chile gründeten Tochtergesellschaften, die dort vor Ort und in den angrenzenden Ländern beim Aufbau von Recyclingsystemen helfen.

Ihre zunehmende Orientierung an branchen- und länderübergreifenden Themen der Kreislaufwirtschaft zeigen die Mitgliedschaften der RIGK in Organisationen wie der Brancheninitiative Produktverantwortung (BiPv) und EPRO (European Plastics Recycling Organisation). Hierzu gehört auch das Internationale Recyclingforum, das RIGK 2017 zum zweiten Mal gemeinsam mit EPRO in Wiesbaden ausgerichtet hat. Mit seinem Fokus auf dem Recycling von Agrarkunststoffen sowie aktuellen politischen Themen des Kunststoffrecyclings leistet es einen wertvollen Beitrag zur Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Lösungen für den Umgang mit Kunststoffabfällen und zur Umsetzung zugehöriger europäischer sowie internationaler Verordnungen und Gesetze. Für November 2019 ist das 3. Recyclingforum, wiederum in Wiesbaden, geplant.

Intensivierung erforderlich

RIGKs Geschäftsführer Markus Dambeck betont: „Deutschland verfügt heute über gut funktionierende, auf die Bedürfnisse der Endverbraucher abgestimmte Rücknahmesysteme. Dadurch erreicht es Rücknahme- und Recyclingquoten, die den ambitionierten Vorgaben der EU sehr nahe kommen. Als Interessengemeinschaft der Kunststoff und Packmittel herstellenden Industrie haben wir dazu unseren individuellen Beitrag geleistet.“ Angesichts eines mit der wachsenden Weltbevölkerung steigenden Verpackungsbedarfs, der Endlichkeit vieler Rohstoffe und der typischen Langlebigkeit von Kunststoffabfällen sollten die vor über 25 Jahren aufgestellten Forderungen zur Kreislaufwirtschaft weltweit ihre Aktualität behalten. Darüber hinaus fordern das aktuelle EU-Abfallpaket mit seiner ambitionierten Kunststoff-Recyclingquote von 55 Prozent für 2030 sowie die EU Plastics Strategy eine weitere Intensivierung der installierten, verantwortungsvollen Sammel- und Verwertungstätigkeiten.

In diesem Sinne will RIGK die Perfektionierung bestehender und die Entwicklung neuer, noch effizienterer Systeme vorantreiben. Markus Dambeck: „Dies schließt die Festlegung verursachergerechter Lizenzbeiträge ebenso ein wie die damit verbundene Bewertung der Recyclingeigenschaften von Packmitteln und Füllgütern sowie die kontinuierliche Optimierung der Rückgabeprozesse für alle Beteiligten.“

Quelle: RIGK GmbH