Neues Batteriefabrik-Konzept führt Recycling und Batterieproduktion zusammen

882
Blei-Säurebatterien (Foto: Marc Weigert)

Zug, Schweiz — Die iQ Power Licensing AG hat die nächste Generation von Batteriefabriken vor für Blei-Säure-Batterien vorgestellt. Die zugrundeliegende Elektrolyt-Durchmischung in der Batterie sichert eine gleichmäßige Säuredichte und gewährleistet so eine höhere anhaltende Performance während des gesamten Lebenszyklus der Batterie. Entsprechend erhöht sich die Haltbarkeit der Platten. Das Unternehmen hält diese Technologie für die erste signifikante Innovation seit Jahrzehnten auf dem Gebiet nasser Starterbatterien.

Die neue Fabrik wird zahlreiche fortschrittliche und neue Technologien und Prozesse unter einem Dach vereinen. Neben anderen auch die kombinierten Technologien von iQ Power Licensing und der LEIT-Magnettechnologie, um Starterbatterien mit einer bis zu vierfach höheren Zyklenfestigkeit als normale Starterbatterien zu produzieren. Darüber hinaus werden zwei speziell entwickelte Anlagen und Prozesse Curing und Formation dafür sorgen, dass sich die Produktionszeit um zwei Drittel von 72 auf unter 24 Stunden verkürzt und gleichzeitig die Leistung und Zuverlässigkeit der Batterien deutlich verbessern. Die kürzeren Zeiten für Curing und Formation führen insgesamt zu einer Energieeinsparung von 25 Prozent und mehr.

Direkter Materialfluss zwischen Recycling und Batterieproduktion

Durch Zusammenführung von Recycling und Batterieproduktion unter einem Dach wird ein direkter Materialfluss möglich von den Raffinerie-Schmelzkesseln zu den Gittergießmaschinen und den Oxidmühlen, ohne dass vorher Bleibarren wie bisher transportiert und wieder eingeschmolzen werden müssen. Dies spart Lager-, Handling- und Frachtkosten im Vergleich zur herkömmlichen Produktionsmethoden beim Recycling und der Batterieherstellung.

Das Konzept für die Batteriefabrik der Zukunft wurde von Bob Sullivan, CEO der iQ Power Licensing AG, gemeinsam mit deutschen Batteriewissenschaftlern und Fertigungsspezialisten konzipiert und entwickelt. Die neue Fabrik ist komplett rechnergesteuert und nutzt die Automatisierungstechniken und intelligente Maschinenkommunikation von Industrie 4.0. Für den Betrieb der hochmodernen Fabrikanlagen wird nur noch die Hälfte an Personal benötigt.

Erhebliches Wachstum erwartet

Der Bedarf an neuen Batteriefabriken und neuer Technologie für die Modernisierung bestehender Anlagen ist in den kommenden Jahren weltweit erheblich. Laut der Zahlen, die auf der renommierten Advanced Automotive Battery Conference AABC in Mainz von Branchenexperten vorgestellt wurden, wird in den kommenden acht Jahren der Markt an Blei-Säure-Batterien um rund 40 Prozent wachsen, dies trotz des vorhergesagten starken Wachstums von Elektrofahrzeugen. In dieser Zeit werden Produktionskapazitäten mit einem Volumen von rund 150 Millionen Einheiten p.a. neu hinzukommen und der Markt von rund 350 Millionen Einheiten in 2017 auf rund 500 Millionen Einheiten in 2025 wachsen. Das starke Wachstum des gesamten Marktes kommt dabei überwiegend aus Schwellenländern sowie den aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens. Mit über 500 Prozent Wachstum erheblich ansteigen werden die neuen EFB-Batterien, wenngleich von einem vergleichsweise noch moderaten Niveau.

In diesem insgesamt stark wachsenden Markt werden konventionelle Blei/Säure-Batterien weiterhin deutlich zulegen. Dies Wachstum geschieht dabei weniger stark in den entwickelten Ländern als vielmehr in den warmen Regionen der Welt wie Asien, Afrika und den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens. In diesen warmen Regionen stellt die Zyklenfestigkeit und Lebensdauer von Batterien ein wichtiges Kaufkriterium dar.
Dieser deutliche Wachstumstrend bei sowohl konventionellen Batterien wie auch EFB-Batterien, die beide flüssigen Elektrolyt verwenden, untermauert die positive Zukunft für die iQ Power-Technologie der passiven Elektrolyt-Durchmischung wie auch neuer Methoden und Verfahren, diese Produkte kostengünstig herzustellen.

Quelle: iQ Power Licensing AG