„Plastics – the Facts 2017“ erschienen: Nachfrage-Steigerung für Kunststoffe

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Titelseite von "Plastics – the Facts 2017" (Quelle: PlasticsEurope Deutschland)

Frankfurt am Main — PlasticsEurope präsentiert seinen neuen Report „Plastics – the Facts 2017″ – im gewohnten Format und wieder mit umfassenden Informationen zu Werkstoff und Branche. Zum Inhalt zählen neueste europäische Zahlen zu Erzeugung, Verbrauch und Verwertung von Kunststoffen sowie aktuelle Daten zu Märkten, Beschäftigung und Umsätzen der Industrie für das Jahr 2016.

Der Trendmonitor für die Kunststoffindustrie in Europa zeigt: Die weltweite Nachfrage nach Kunststoff ist erneut deutlich gestiegen und Europa ist im internationalen Vergleich weiterhin einer der bedeutendsten Erzeugerstandorte.

Die europäische Kunststoffindustrie auf einen Blick: Im Jahr 2017 arbeiteten hier mehr als
1,5 Millionen Menschen in rund 60.000 Unternehmen und erwirtschafteten etwa 350 Milliarden Euro Umsatz. Die weltweite Kunststoffproduktion betrug im Jahr 2016 335 Millionen Tonnen, davon entfielen 60 Millionen Tonnen auf Europa, was einem leichten Anstieg von zwei Millionen Tonnen gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im internationalen Vergleich entfällt knapp ein Fünftel der Kunststofferzeugung auf Europa, das damit zweitgrößter Produktionsstandort hinter China (29 Prozent) und knapp vor den NAFTA-Ländern (18 Prozent) bleibt.

Mitteleuropa und insbesondere Deutschland sind Hauptabnehmer von Kunststoff in Europa: Etwa ein Viertel der europäischen Nachfrage konzentriert sich auf Deutschland, gefolgt von Italien mit ca. 14 Prozent und Frankreich mit knapp 10 Prozent. Wie in den Vorjahren ist die Verpackungsindustrie mit fast 40 Prozent dabei wichtigste Abnehmerbranche, gefolgt vom Baugewerbe (19,7 Prozent) und dem Automobilbau (10 Prozent), der die größten Wachstumsraten gegenüber dem Vorjahr verzeichnete. Dass Kunststoff auch am Ende des Lebenswegs viel zu schade zum Wegwerfen ist, wird in Europa immer besser verstanden: In zehn Jahren zwischen 2006 bis 2016 stieg das Recycling von Kunststoffabfällen um fast 80 Prozent. Bei Kunststoffverpackungen rangiert das Recycling mit einem Anteil von 40,9 Prozent mittlerweile an erster Stelle bei der Behandlung von Kunststoffabfällen, gefolgt von der energetischen Verwertung mit 38,8 Prozent.

„Plastics – the Facts 2017” kann unter plasticseurope.de heruntergeladen werden.

Quelle: PlasticsEurope Deutschland e.V.