Magnet-Recycling: Rohstoffeffizienz-Preis 2017 geht an OBE für REPro-Mag-Projekt

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Preisverleihung des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises 2017 an OBE (Foto: OBE)

Stuttgart — Bei der Verleihung des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises wurde auch die OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co.KG für ihr EU-Projekt „REProMag – Ressourceneffiziente Herstellung von Hartmagneten auf Basis Seltener Erden“ prämiert. Dank REProMag lassen sich Magneten mit Seltenen Erden stofflich wiederverwerten.

Damit wird dem Recycling für diese technologisch sehr bedeutenden Rohstoffe ein wichtiger Impuls gegeben. Magnete sind für unsere täglichen Produkte wie Smartphones und Laptops unentbehrlich geworden. Sie sind zudem aber auch extrem wichtig für zukünftige technologische Entwicklungen, z.B. im Bereich der Elektromobilität und der erneuerbaren Energien.

Das Projekt entwickelte eine innovative und ressourcenschonende Produktionstechnik für permanente Magnete aus 100 Prozent recycelten seltenen Erden und validierte sie in Industrieanwendungen: das SDS (Shaping, Debinding, Sintering) Prozess mit MIM (Metal Injection Moulding)-Spritzguss oder additive Fertigung. Dank SDS können formkomplexe, kundenspezifische, magnetisierte Teile mit einer signifikanten Erhöhung der Materialeffizienz kostengünstig hergestellt werden.

Das Bundeswirtschaftsministerium zeichnet mit dem Deutschen Rohstoffeffizienzpreis herausragende Beispiele rohstoff- und materialeffizienter Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen sowie anwendungsorientierter Forschungsergebnisse aus. Nominiert waren Technologien bzw. Verfahren zum Recycling von Metallen, Kunststoffen, Magneten sowie Auto- und Flugzeugteilen und zur effizienten Verwendung von Rohstoffen und Materialien. In diesem Jahr wählte aus den eingereichten Bewerbungen insgesamt vier Preisträger in den Kategorien „Unternehmen“ und „Forschungseinrichtungen“ aus.

Quelle: Steinbeis-Europa-Zentrum der Steinbeis Innovation gGmbH / BMWi / Deutsche Rohstoffagentur