Lang-Lkw: Rheinland-Pfalz will damit über 12.000 Lkw-Fahrten sparen

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Kühllastzug (Foto: ©Hartmut910 / http://www.pixelio.de)

Mainz — Rheinland-Pfalz war neben Berlin und dem Saarland das letzte Bundesland, das Lang-LKW noch nicht zugelassen hat. Jetzt hat Verkehrsminister Dr. Volker Wissing den Startschuss für eine der ersten Fahrten eines Lang-Lkw in Rheinland-Pfalz gegeben. „Lang-Lkw können ein Teil der Lösung sein, um unsere Straßen einerseits und unsere Umwelt andererseits zu entlasten“, betonte Wissing.

Seiner Ansicht nach bedeuten Lang-Lkw für Rheinland-Pfalz und die Unternehmen eine Win-Win-Situation: „Wir sparen über 12.000 Lkw-Fahrten und somit mehr als 150 Tonnen CO2 ein, wir entlasten die Straßen und stärken den Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz. Weil wir nur spezielle Strecken zulassen, gibt es keine Verlagerung von Transporten von der Schiene auf die Straße.“

Der Minister trat der Sorge entgegen, dass Lang-Lkw die Straßen beschädigten. Lang-Lkw dürften wie auch herkömmliche Lastwagen nicht mehr als 40 Tonnen Gewicht auf die Straße bringen. Da sich dieses Gewicht auf mehr Achsen verteile seien die Belastungen für die Straßen geringer, sagte Wissing.

Rheinland-Pfalz hatte sieben Strecken von fünf Antragstellern an den Bund gemeldet. Diese wurden am 29. Dezember 2017 mit der Veröffentlichung der „8. Verordnung zur Änderung der Lang-Lkw-Ausnahmeverordnung“ freigegeben. Alle Strecken sind regelmäßig gefahrene Transportstrecken. Die für den Transport mit Lang-LKW vorgesehenen Güter werden bereits jetzt auf der Straße transportiert. Alternative Transporte auf der Schiene sind nicht möglich. Die Strecken sind auch nicht generell freigegeben; nur die Antragsteller dürfen diese mit ihren Lang-Lkw befahren. Die Transporter dürfen eine Länge bis zu 25,25 Metern haben.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau