Remondis erwirbt mehrheitlich Lohner Kunststoffrecycling GmbH

1597
Quelle: Remondis AG & Co. KG

Lünen, Vechta — Die Remondis Recycling GmbH übernimmt mehrheitliche Anteile an der Lohner Kunststoffrecycling GmbH, kurz LKR – vorbehaltlich der kartellrechtlichen Zustimmung und rückwirkend zum 1. Januar 2017. Der bisherige Firmeninhaber Jan-Hendrik Wilming wird weiter als geschäftsführender Gesellschafter das Unternehmen leiten. Verstärkt wird er durch den zweiten Geschäftsführer Ralf Mandelatz von Remondis. Alle Geschäftsaktivitäten, Mitarbeiter und Anlagen werden von dem neuen Gesellschafter unverändert mitgetragen. Die Partnerschaft soll die Geschäftsfelder beider Unternehmen nachhaltig ergänzen.

Durch die neue strategische Partnerschaft mit LKR, tritt Remondis erstmals in den Markt der Kunststoffabfälle aus kunststoffverarbeitenden Betrieben ein. Im Hinblick auf die werkstoffliche Verwertung ist es der bedeutendste Massenstrom neben den Verkaufsverpackungen. Mit dem Ausbau ihrer Aktivitäten in den Bereichen des Recyclings von Hartkunststoffen und dessen Entsorgungsdienstleistungen bereitet sich das Unternehmen nachhaltig auf die Zukunft des Kunststoffrecyclings vor. Remondis

Geschäftsführer Ralf Mandelatz freut sich, den Service von RE Plano in Zukunft weiter optimieren zu können: „Die enge Zusammenarbeit mit einem so breit und flexibel aufgestellten Dienstleister bildet ein gutes Fundament, um die Aufträge der Kunden und Lieferanten zukünftig noch besser bearbeiten zu können“. Währenddessen profitiert die LKR von der breit aufgestellten Infrastruktur von Remondis, wie auch Jan-Hendrik Wilming weiß: „Mit den Möglichkeiten, die Remondis in den Bereichen Logistik, Verwertung, Entsorgung und Recycling bietet, hat die LKR den perfekten Partner gefunden, um die Expansionen der Zukunft nachhaltig und innovativ zu meistern.“

Beide Unternehmen betreiben bereits seit langer Zeit erfolgreich Kunststoffaufbereitungsanlagen in Deutschland. Die Remondis Tochter RE Plano recycelt am Lippewerk die Kunststoffe HDPE, PP, PA und aus dem Elektroschrott stammendes ABS und PS. Am Standort der LKR in Vechta wird ein großes Portfolio von sämtlichen technischen und Standardkunststoffe aufbereitet, darunter PBT, PC, PE, POM, PVC oder TPU. Der Lüner Kunststoffrecycler baut mit der Beteiligung die vorhandenen Ressourcen um 100 qualifiziere Mitarbeiter, 21 Aufbereitungsanlagen und fünf Schredder aus.

Beide Unternehmen kooperieren bereits seit mehreren Jahren und haben in der Vergangenheit unterschiedliche Projekte erfolgreich umsetzen können. „Das über die Jahre gewachsene Vertrauen in LKR als Kunde und Lieferant entwickelte sich immer mehr zu einem engen partnerschaftlichen Miteinander mit vielen weiteren Potentialen“, sagt Remondis-Geschäftsführer Mandelatz. Mit Blick in die Zukunft kündigt LKR-Geschäftsführer Wilming an: „Der Ausbau des Dienstleistungsangebotes und die internationale Ausrichtung werden durch den Bau eines weiteren Produktionsgebäudes in 2018 auf dem erst kürzlich erweiterten Betriebsgelände vorangetrieben.“

Remondis und LKR pflegen ähnlich flache Unternehmenshierarchien und sind gemeinsam darauf fokussiert, das Wachstum der LKR in den nächsten Jahren weiter zu stärken. Remondis, selbst ein reines Familienunternehmen, pflegt im Kunststoffrecycling eine seiner längsten Traditionen. Bereits vor 60 Jahren war Unternehmensgründer Norbert Rethmann für erste Entwicklungen der Kunststoffrecyclingtechnik selbst verantwortlich. Er besaß als einer der ersten den Mut, diesen schwierigen aber auch wertvollen Stoffstrom im industriellen Maße zurückzugewinnen. LKR hat sich als 1992 gegründetes mittelständisches Unternehmen in den letzten 25 Jahren fest am Markt etabliert und erwirtschaftete 2016 einen Jahresumsatz von 14 Mio. Euro.

Quelle: Remondis SE & Co. KG