Thüringen 2016: 12 Prozent mehr organische Abfälle getrennt gesammelt

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Biotonne (Foto: Kroll / Recyclingportal.eu)

Erfurt — Im Jahr 2016 wurden in Thüringen rund 911.000 Tonnen Haushaltsabfälle durch die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger gesammelt. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik ist damit das Abfallaufkommen gegenüber dem Jahr zuvor um rund 27.000 Tonnen bzw. um 3,1 Prozent angestiegen. Je Einwohner waren das im Jahr 2016 durchschnittlich 422 Kilogramm Haushaltsabfälle, rund 15 Kilogramm mehr als im Jahr zuvor.

Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert vor allem aus einer höheren Menge bei getrennt gesammelten organischen Abfällen. Das Aufkommen an Haushaltsabfällen in Thüringen setzte sich überwiegend aus Hausmüll, getrennt erfassten Wertstoffen, organischen Abfällen und Sperrmüll zusammen. Auf den von der öffentlichen Müllabfuhr eingesammelten Hausmüll entfielen 314.000 Tonnen. Im Durchschnitt waren das 145,3 Kilogramm je Einwohner (2015: 145,4 Kilogramm je Einwohner). Das Aufkommen an Sperrmüll betrug 83.000 Tonnen (2015: 80.000 Tonnen).

Mehr als die Hälfte (56 Prozent) der Haushaltsabfälle wurden im Jahr 2016 getrennt erfasst (512.000 Tonnen). Davon waren 285.000 Tonnen Wertstoffe (wie z.B. Papier, gemischte Verpackungen, Glas) und 227.000 Tonnen organische Abfälle. Die Menge der getrennt gesammelten organischen Abfälle hat sich gegenüber dem Vorjahr um knapp 25.000 Tonnen erhöht (+ 12,2 Prozent).

Im Jahr 2016 wurden 69.000 Tonnen organische Abfälle über Biotonnen gesammelt (2015: 68 Tonnen; + 2,5 Prozent). Vor 10 Jahren lag die Menge bereits auf ähnlichem Niveau (2006: 68.000 Tonnen). Deutlich sichtbar dagegen zeigt sich der Anstieg der gesammelten Mengen bei den biologisch abbaubaren Garten- und Parkabfällen, wie z.B. Laub, Baum-, Strauch- und Rasenschnitt. Diese Abfälle werden vorwiegend im Bringsystem über Sammelplätze, Wertstoffhöfe und Kompostierungsanlagen erfasst. Im Jahr 2016 wurden 158.000 Tonnen biologisch abbaubare Garten- und Parkabfälle gesammelt, das waren 17,1 Prozent mehr als im Jahr 2015. Vor 10 Jahren war die gesammelte Menge nur etwa halb so hoch wie im Jahr 2016 (2006: 78.000 Tonnen).

Quelle: Thüringer Landesamt für Statistik