Haushaltsabfälle 2016: Aufkommen an Wertstoffen nur leicht gestiegen

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Bio- und Restabfall-Tonnen (Foto: Harald Heinritz / abfallbild.de)

Wiesbaden — Insgesamt 38,1 Mio. Tonnen Abfälle wurden nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2016 bei den Haushalten eingesammelt. Dies waren 0,7 Mio. Tonnen oder 7 Kilogramm pro Kopf mehr als 2015. Den größten Anteil daran hatten die Bioabfälle mit einem Zuwachs von 0,5 Mio. Tonnen beziehungsweise knapp 6 Kilogramm pro Einwohnerin und Einwohner. Im Durchschnitt fielen im Jahr 2016 rund 462 Kilogramm Haushaltsabfälle pro Person an.

Mehr als die Hälfte der Abfälle wurde getrennt von Haus- und Sperrmüll gesammelt (59 Prozent). Das waren 22,6 Mio. Tonnen oder 274 Kilogramm pro Kopf und entsprach einer Zunahme von rund 0,6 Mio. Tonnen. Dabei stiegen die Bioabfälle auf 10,2 Mio. Tonnen oder 123 Kilogramm pro Person an und erreichten damit den bislang höchsten Wert seit 2004. Neben klimatischen Einflüssen dürften die Ursachen für diesen Anstieg in der zunehmenden Verbreitung der Biotonne aufgrund der seit 2015 bestehenden Pflicht zur getrennten Sammlung von Bioabfällen sein.

Das Aufkommen an Wertstoffen (hierzu zählen unter anderem Papier, gemischte Verpackungen und Glas) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr hingegen nur leicht um 1 Kilogramm pro Kopf und betrug 2016 12,2 Mio. Tonnen oder 148 Kilogramm pro Kopf.

Nahezu unverändert zum Vorjahr wurden 2016 pro Kopf rund 188 Kilogramm Haus- und Sperrmüll eingesammelt. Das Aufkommen an Hausmüll (Restmüll) belief sich auf 13,1 Mio. Tonnen beziehungsweise 159 Kilogramm je Einwohnerin und Einwohner. Beim Sperrmüll waren es 2,4 Mio. Tonnen oder 29 Kilogramm je Person.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)