Innovative Ideen zur Mitarbeiterförderung und zur Abfallvermeidung ausgezeichnet

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Foto: Messe München GmbH

München — Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) hat gestern auf der IFAT in München Preise in zwei verschiedenen Kategorien verliehen: Den Creativ-Preis und den Preis zur besten Idee zur Abfallvermeidung. Der Creativ-Preis, den der Verband an Unternehmen vergibt, die innovative Projekte ins Leben rufen, stand in diesem Jahr unter dem Motto „Personelle Vielfalt: Chance und Herausforderung für kommunale Unternehmen“.

Patrick Hasenkamp, VKU-Vizepräsident begründet die Wahl des Themas: „Arbeitgeber müssen sich mit den verschiedenen Lebenswirklichkeiten und Lebenskonzepten ihrer Mitarbeiter beschäftigen. Es ist im Interesse der Arbeitgeber, den Mitarbeitern ein Umfeld zu bieten, das ihnen eine gute Work-Life-Balance bietet und gleichzeitig auch fordert, so dass sie ihre Potenziale entfalten können. Kommunale Unternehmen machen viel in diesem Bereich und das wollen wir mit dem Creativ-Preis würdigen.“

Die Stadtreinigung Dresden wurde ausgezeichnet für ihr Projekt der Lebensarbeitszeitkonten. Mitarbeiter haben die Möglichkeit, über die Jahre Urlaubstage, Sonderzahlungen, Überstunden oder auch Bestandteile des regulären Entgelts anzusammeln. Die „angesparte“ Zeit können die Mitarbeiter der Stadtreinigung Dresden nutzen, um früher in den Ruhestand zu gehen oder auch Familienangehörige großzuziehen oder zu pflegen.

Die Abfallwirtschaft München wurde ausgezeichnet für ihr Programm zur Förderung von Frauen. Die Jury überzeugte vor allem der breite Maßnahmenkatalog. Dieser reicht von der Sensibilisierung von Personen, die häufig Bewerbungsgespräche führen, für die Belange von Frauen, zu Potenzialförderseminaren, Coaching, Cross-Mentoring bis hin zu speziellen Gesundheitsprogrammen für Frauen.

Die EDG Dortmund konnte sich dank eines sehr strukturierten Konzepts zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie von den Mitbewerbern abheben. Das Dortmunder Unternehmen hat eigens ein heterogen besetztes Projektteam aufgesetzt, das Ideen zur Familienfreundlichkeit des Unternehmens entwickelt und eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt hat. Daraus sind Maßnahmen wie ein familienbewusstes Gesundheitsmanagement, Kinderbetreuungsangebote und zur Flexibilisierung des Arbeitsplatzes entstanden.

Anschließend wurde zum ersten Mal der „Beste Preis zur Abfallvermeidung“ verliehen. Berufsschüler aus ganz Deutschland waren aufgefordert, Ideen einzureichen. Am meisten hat die Jury eine Kampagne von Schülern des Berufskollegs in Aachen überzeugt. Sie haben eine Plakatreihe entwickelt, die sich an bekannten Sprüchen aus Filmen orientiert und Fragen wie des nachhaltigen Konsums kritisch anspricht. Hasenkamp: „Die Plakatmotive sind originell und eingängig. So sollte Kommunikation für Abfallvermeidung gestaltet sein.“

Quelle: Verband kommunaler Unternehmen e.V.