HWWI-Rohstoffpreisindex: Industrierohstoffe nur geringfügig gestiegen

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Hamburg — Im November stieg der HWWI-Rohstoffpreisindex den fünften Monat in Folge und mit der höchsten Wachstumsrate dieses Jahres. Die durchschnittlichen Preise aller im Index enthaltenen Rohstoffe stiegen um 7,4 Prozent (in Euro: 7,6 Prozent). Der Gesamtindex notierte damit bei 116,5 Punkten (in Euro: 110,1 Punkte). Die Preise für Energierohstoffe stiegen dabei erneut besonders deutlich, wohingegen die Preise für Industrierohstoffe nur geringfügig um 1.5 Prozent (in Euro: 1,7 Prozent) stiegen. 

Die durchschnittlichen Preise der NE-Metalle sind im November leicht gefallen um 0,4 Prozent (in Euro: -0,2 Prozent). Die Preise der einzelnen Metalle bewegen sich dabei in unterschiedliche Richtungen. Der Preis für Aluminium fiel um 1,3 Prozent (in Euro: -1,1Prozent), der Bleipreis fiel um 2,2 Prozent (in Euro: -1,8 Prozent), der Zinkpreis fiel um 0,9 Prozent (in Euro: -0,7 Prozent) und der Preis für Zinn fiel um 4,4 Prozent (in Euro: -4,2 Prozent). Dagegen sind die Preise für Kupfer und Nickel gestiegen. Der Kupferpreis stieg geringfügig um 0,1 Prozent (in Euro: +0,3 Prozent) und der Preis für Nickel stieg um 5,9 Prozent (in Euro: +6,1 Prozent).

Der Nickelpreisanstieg erfolgte zum Anfang des Monats November sprunghaft, wobei der Preis im weiteren Monatsverlauf dann wieder deutlich sank. Der rasante Preisanstieg basierte auf optimistischen Aussichten hinsichtlich der Entwicklung der Elektromobili-tät im Rahmen der Konferenzwoche bei der Londoner Metall Exchange (LME Week 2017). Nickel ist ein wesentlicher Rohstoff in der Produktion von Lithium-Ionen-Batterien für Elektroautos. Die weltweite Angebotsentwicklung von Nickel ist jedoch unklar, da beispielsweise fragile umweltpolitische Rahmenbedingungen auf den Philippinen eine langfristige Prognose erschweren.

Die Preise für Eisenerz steigen im November um 4,9 Prozent (in Euro: +5,1 Prozent). Stahlschrott verbilligte sich im November erneut. Insgesamt stieg der Index für Industrierohstoffe um 1,5 Prozent (in Euro: +1,7 Prozent) auf 120,1 Punkte (in Euro: 113,6 Punkte), nachdem er im Oktober leicht gefallen war.

Die durchschnittlichen Preise für agrarische Rohstoffe stiegen im November um 3,4 Prozent (in Euro: 3,6 Prozent). Schnittholz verteuerte sich erneut und stieg um 9,2 Prozent (in Euro: +9,4 Prozent). Die Holzpreise steigen weiterhin aufgrund der hohen Nachfrage aus den USA.

Quelle: Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut gemeinnützige GmbH (HWWI)