IKB: Raffinadeproduktion von Zink leicht rückläufig, Blei zieht an

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Zinkerz (Foto: Initiative Zink)

Düsseldorf — Die Zink-Lagerbestände an der LME reduzierten sich bis Ende November 2017 weiter auf 0,21 Mio. t. Der Lagerbestand an der SHFE bewegt sich bei gut 80.000 t, derjenige an der Comex bei 4.500 t – somit sind letztere vernachlässigbar. Die Bestände entsprechen dem Verbrauch von etwa 8 Tagen. Insgesamt ist die Versorgung knapper geworden. Für 2017 dürfte sich ein Angebotsdefizit von 400.000 t ergeben.

Die Bleivorräte an der LME – meldet die IKB Deutsche Industriebank – liegen bei 145.000 t, diejenigen an der SHFE sanken auf 34.000 t. Die Bestände an der Comex sind unbedeutend (<1.000 t). Das absolute Niveau der Bleivorräte entspricht dem Verbrauch von unter fünf Tagen. Damit ist die Versorgungssituation bei Blei sehr eng. Der Markt dürfte 2017 mit einem Defizit von 125.000 t abschließen.

Die Zinkminenproduktion dürfte 2017 um knapp 2 Prozent anziehen, während die Raffinadeproduktion infolge eines Rückgangs in mehreren Ländern (u.a. Kanada) um 1,5 Prozent sinken wird. Der Verbrauch erhöht sich dagegen leicht um 0,75 Prozent, was zu einem Angebotsdefizit von 400.000 t führen sollte. Für 2018 erwartet die IKB einen Nachfrageanstieg um etwa 2,5 Prozent auf dann rund 14,3 Mio. t Reinzink. Dieser Nachfragezuwachs stammt primär aus einer anziehenden Produktion verzinkter Stahlsorten. Der Markt dürfte erneut ein Angebotsdefizit verzeichnen, welches gut 200.000 t ausmachen sollte. Dies stimuliert den Zinkpreis auch ohne Infrastrukturprojekte in den USA weiter. Die IKB prognostiziert für den Zinkpreis bis Ende Q1 2018 eine Bewegung um eine Marke von 3.100 US-$/t mit einer Schwankungsbreite von 400 US-$.

Die Bleiminenproduktion zieht im laufenden Jahr um 5,5 Prozent an. Heute stammen jedoch 55 Prozent der gesamten Bleiproduktion aus Recyclingmaterial. Die Raffinadeproduktion legt um rund 3,5 Prozent zu. Der Verbrauch wächst etwas stärker (5 Prozent). Insgesamt geht die IKB davon aus, dass der Markt 2017 mit einem Angebotsdefizit von 125.000 t abschließen wird. Im Jahr 2018 dürften Angebot und Nachfrage maximal um 50.000 t auseinanderklaffen: Während der Verbrauch – wie auch die Bleiminenproduktion – nur um rd. 1 Prozent anzieht, weitet sich die Raffinadeproduktion um 1,6 Prozent auf 11,77 Mio. t aus. Daher sieht die Industriebank für den Bleipreis bis Ende März 2018 eine Bewegung um 2.400 US-$/t mit einer Bandbreite von 300 US-$ je Tonne.

Quelle: IKB Deutsche Industriebank