97 Prozent der deutschen Verpackungsabfälle in 2015 verwertet

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Papier-Verpackungen (Foto: Verband Deutscher Papierfabriken e.V.)

Dessau-Roßlau — Eine neue Studie bestimmt die in Deutschland in Verkehr gebrachte Menge an Verpackungen für die Materialgruppen Glas, Kunststoff, Papier, Aluminium, Weißblech, Verbunde, Sonstiger Stahl, Holz und Sonstige Packstoffe im Jahr 2015. Im Ergebnis wurden 18,15 Millionen Tonnen Verpackungen verbraucht und fielen als Abfall an. Gegenüber dem Vorjahr hat der Verpackungsverbrauch damit um 2,1 Prozent zugenommen.

Insgesamt wurden 17,61 Millionen Tonnen verwertet, davon 12,59 Millionen Tonnen stofflich und 5,03 Millionen Tonnen energetisch. Zusätzlich wurden 1,88 Millionen Tonnen aus dem Ausland importierte Verpackungsabfälle in Deutschland verwertet.

Dabei haben beispielsweise Kunststoffverpackungen auf lange Sicht zugenommen: Im Vergleich zum Bezugsjahr 1995 hat der Verbrauch von Kunststoffverpackungen um 1,50 Mio. Tonnen zugenommen und sich damit fast verdoppelt (+ 96 Prozent). Der Verbrauch von Papierverpackungen nahm nach den vorliegenden Ergebnissen zwischen 2014 und 2015 um 187 kt bzw. 2,3 Prozent zu. Auch auf lange Sicht entwickelt sich der Verbrauch von Papierverpackungen ausgesprochen dynamisch (plus 27 Prozent bzw. 1,73 Mio. Tonnen zwischen 2009 und 2015). Der Verbrauch von Verpackungen aus Weißblech war lange Zeit stark rückläufig. Der Verbrauch von Verpackungen aus Weißblech war lange Zeit stark rückläufig. Zwischen 1995 und 2010 ging der Verbrauch um 259 kt bzw. 35 Prozent zurück. Seitdem stagniert der Verbrauch weitgehend, mit leicht zunehmender Tendenz.

Der Verbrauch von Aluminiumverpackungen steigt kontinuierlich an. Zwischen 2005 und 2015 betrug die Zunahme 26 kt bzw. 31 Prozent. Der Verbrauch von Aluminium-Getränkedosen nahm zwischen 2009 und 2015 um 15 kt zu und hat sich damit mehr als verdoppelt. In 2015 stieg der Verbrauch gegenüber dem Vorjahr um 8 Prozent an. Auf lange Sicht wachsen auch Aerosoldosen aus Aluminium stark an. Der Glasverbrauch nahm 2015 gegenüber dem Vorjahr leicht ab (-2 Prozent) . Konservenglas ging ebenso zurück wie Getränkeglas. Zwischen 1991 und 2005 wurde Glas als Getränkeverpackung massiv durch Kunststoff ersetzt.

Die vollständige Studie kann unter umweltbundesamt.de heruntergeladen werden.

Quelle: Umweltbundesamt