95 Prozent: Weißblechverpackungen besitzen hervorragende Recyclingfähigkeiten

589
Weißblechdosen (Foto: © Timo Klostermeier / http://www.pixelio.de)

Andernach — Bestnote für Verpackungsstahl: Die Recyclingfähigkeit der Dose ist in etwa dem Weißblechanteil der Verpackung gleichzusetzen. Eine dreiteilige Lebensmitteldose mit Ring Pull-Deckel verfügt beispielhaft über eine Recyclingfähigkeit von 95 Prozent. Die geringe Differenz zu 100 Prozent ergibt sich lediglich aus Etiketten und Compound. Das hat nun das wissenschaftliche Institut cyclos-HTP in einer Untersuchung von handelsüblichen Weißblechverpackungen im Auftrag der thyssenkrupp Rasselstein GmbH bescheinigt.

„Die Recyclingfähigkeit beschreibt die graduelle stoffliche Eignung eines Produktes, im Rahmen etablierter Erfassungs- und Verwertungsstrukturen zur Schließung von Stoffkreisläufen beizutragen. Eine hundertprozentige Recyclingfähigkeit ist sehr selten, da zum Beispiel eine Papierbanderole den Wert verringert, aber als Träger der Verbraucherinformation unerlässlich ist“, erklärt Dr. Joachim Christiani vom Institut cyclos HTP.

Materialkreislauf geschlossen

Christian Pürschel ist bei thyssenkrupp Rasselstein GmbH, Deutschlands einzigem Hersteller von Verpackungsstahl, für Kommunikation und Marktentwicklung verantwortlich und unterstreicht: „Die Untersuchung hat erneut gezeigt, dass Stahlverpackungen ökologische Top Performer sind. Haben sie das Ende ihrer Lebensdauer erreicht, kann der Stahl, aus dem sie hergestellt wurden, recycelt und für die Herstellung neuer Produkte verwendet werden. Der Materialkreislauf ist geschlossen.“

Das Ergebnis der Untersuchung gewinnt mit Inkrafttreten des Verpackungsgesetzes am 1. Januar 2019 noch weiter an Bedeutung. Danach sind die Rücknahmesysteme verpflichtet, im Rahmen der Bemessung der Beteiligungsentgelte Anreize zu schaffen, um bei der Herstellung von systembeteiligungspflichtigen Verpackungen die Verwendung von Materialien zu fördern, die zu einem möglichst hohen Prozentsatz recycelt werden können. Hier kommt die Recyclingfähigkeit eines Materials ins Spiel. Die Zentrale Stelle wird künftig im Einvernehmen mit dem Umweltbundesamt Mindeststandards für die Recyclingfähigkeit von Verpackungen festlegen.

Nahezu vollständig Sekundärprodukt

„Das ist ein klarer Vorteil für die Weißblechverpackung, die mit einer Recyclingfähigkeit von annähernd 100 Prozent punktet“, betont Pürschel. „Stahlverpackungen erfüllen die stoffliche und physikalische Voraussetzung, nach ihrer Gebrauchsphase nahezu vollständig zu einem mit Neuware vergleichbaren Sekundärprodukt zu werden. Und dieser Zyklus kann beliebig oft durchlaufen werden, ohne dass sich die Materialeigenschaften verändern.“

Die thyssenkrupp Rasselstein GmbH engagiert sich umfassend bei der Schließung von Wertstoffkreisläufen, nicht zuletzt über ihre Tochtergesellschaft, die Deutsche Gesellschaft für Weißblech Recycling (DWR), die eine fachgerechte, zielgenaue Rückführung von Weißblechverpackungen in die Stahlherstellung sicherstellt.

Quelle: pressebox / thyssenkrupp Rasselstein GmbH