Europaweites Recycling-Projekt: 56 Unterzeichner für PolyStyreneLoop

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Quelle: PolyStyreneLoop

Achern — Im niederländischen Amsterdam erfolgte am 6. und 7. November der Startschuss für ein einzigartiges Projekt zum Recycling von HBCD-haltigen EPS-Abfällen – dem PolyStyreneLoop. 56 Unternehmen und Verbände aus 13 Ländern trafen sich zu einer feierlichen Gründungszeremonie und legten damit den Grundstein für das europaweite Projekt zur Förderung der Kreislaufwirtschaft.

Herzstück der Initiative ist die derzeit im niederländischen Terneuzen entstehende Pilotanlage. Dort sollen bereits ab dem dritten Quartal 2018 pro Jahr rund 3.000 Tonnen Polystyrol-Dämmstoff aus dem Rückbau recycelt werden. Damit wird in das Recycling von EPS-Abfällen investiert, die bisher durch die starke Verschmutzung und das enthaltene Flammschutzmittel HBCD nicht als Ausgangsmaterial für die Herstellung neuer Produkte geeignet waren. Mit dem neuen CreaSolv-Verfahren, das vom Fraunhofer Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) und der CreaCycle GmbH entwickelt wurde, hat sich dies nun geändert. Zukünftig sollen aus dem bisher ausschließlich verbranntem Material hochwertige Rezyklate hergestellt werden. Außerdem wird während der zuverlässigen Vernichtung des enthaltenen HBCDs Brom separiert, das durch die Anbindung an das Betriebsgelände des Chemieunternehmens ICL ebenfalls wieder in den Stoffkreislauf gelangt.

Die von der europäischen Union mit 2,7 Mio. Euro geförderte Initiative ist damit ein Vorzeigeprojekt in Sachen Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft. Durch die CreaSolv-Technologie kann der CO2-Ausstoß im Vergleich zur Verbrennung um rund 50 Prozent gesenkt werden.

Weitere Informationen zum Projekt sind unter polystyreneloop.org erhältlich.

Quelle: Fischer Gruppe