VKI-Test: Wiederverwendbare Kaffeekapseln sind gewöhnungsbedürftig

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Kaffeekapseln (Foto: ralfor / Pixabay)

Wien — In 44 Prozent aller österreichischen Haushalte steht eine Kapselmaschine. Denn kein Kaffee lässt sich so schnell und einfach zubereiten wie mit der Portionskapsel. Doch die Bequemlichkeit hat ihren Preis: Kaffeekapseln sind verhältnismäßig teuer und ihre Produktion verbraucht wertvolle Rohstoffe, die letztlich meist auf dem Müll landen. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat jetzt Alternativen getestet. 7 wiederbefüllbare Kaffeeportionskapseln wurden auf Funktion, Handhabung und Geschmacksergebnis geprüft.

Dem Vorteil einer schnellen Kaffee-Zubereitung steht der Nachteil einer nicht nachhaltigen Produktion der Kapseln gegenüber. Um hier eine Alternative zu bieten, haben einige Hersteller wiederverwendbare und wiederbefüllbare Kapseln auf den Markt gebracht. Der VKI hat sieben Produkte von Herstellern der alternativen Kapseln untersucht, die zu Kaffeemaschinen des Marktführers Nespresso passen. Das Fazit: Bei der Handhabung wie auch beim Geschmack ist mit Abstrichen zu rechnen. Selbst bei den besten Produkten braucht man viel Geduld, Geschicklichkeit und Kraft.

Generell bestehen diese Kapseln aus einem Gehäuse, das ca. 5 Gramm Kaffee fasst, und einem Deckel, der aufgeschraubt oder aufgedrückt wird. Damit der Deckel aber korrekt schließt, darf kein Kaffeepulver z. B. im Gewinde sein. Hier ist dann eventuell die reinigende Arbeit mit einem Pinsel angesagt. Nach dem Gebrauch muss die meist sehr heiße Kapsel noch ausgeputzt, gewaschen und getrocknet werden. Wer das alles erledigt, tut der Umwelt Gutes und vermeidet damit, dass wertvolle Rohstoffe der Wegwerfkapseln auf dem Müll landen.

Aber wie sieht es mit dem Geschmackserlebnis aus? Obwohl das Kaffeepulver aus den Original-Nespressokapseln entnommen und in die Testkapseln umgefüllt wurde, war das Ergebnis eindeutig: An Nespresso kam keine Alternativ-Kapsel heran. Allerdings gibt es Anbieter, die knapp dahinter liegen.

Die ausführlichen Testergebnisse gibt es ab 23. November in der Dezemberausgabe der Zeitschrift „Konsument“ und auf konsument.at.

Quelle: Verein für Konsumenteninformation (VKI)