Westeria punktet bei B&W mit effizienter Technologie und Kundennähe

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Im Kontrollraum der B&W-Recyclinganlage (Foto: © Westeria Fördertechnik)

Ostbevern — 2009 nahmen Christoph Baensch und Kai Wippersteg im norddeutschen Stuhr-Brinkum eine erste Recyclinganlage in Betrieb und machten sich bald einen Namen mit der Verwertung von Altholz, der Aufbereitung von gemischten Abfällen sowie der Wiedergewinnung von Schrott, Metallen, Papier und Steinen. Im Frühjahr 2015 zerstörte ein Großbrand alles bis auf Lagerhalle und Bürogebäude. Für den Wiederaufbau setzte das Unternehmen Baensch & Wippersteg, kurz B&W, auf eine äußerst effiziente, neue Recyclinglinie des Technologiepartners Westeria aus dem Münsterland.

Im praktischen Arbeitsbetrieb zeigt sich diese Effizienz der Anlage, die bei circa 40.000 Tonnen Input verschiedenster gängiger Abfallfraktionen eine Verwertungsquote von gegen 90 Prozent erreicht bzw. nur rund 10 Prozent Restmüll produziert. Um diese Leistungsfähigkeit zu erzielen, sollte die eingesetzte Anlagentechnik den Stand der Technik markieren, zudem zukunftsfähig sein „und unsere individuellen Gegebenheiten mit einer gemeinsamen Planung berücksichtigen. Dazu war uns eine gewisse räumliche Nähe wichtig sowie der sehr partnerschaftliche Kundenkontakt zu den Fachleuten bei Westeria“, wie Christoph Baensch im Rückblick zusammenfasst.

Westeria konnte – erinnert sich deren Vertriebsleiter Felix Poth – „in die Planung die führenden technologischen Lösungen wie den Aufnahmebunker Multifeeder sowie Förderbänder in verschiedenen Ausführungen einbringen, dazu zur Separierung des Müllstroms unser Speerspitzenprodukt Windsichter AirStar und die Breitverteilung DiscSpreader über Tellerverteiler. Hinzu verantworteten wir den kompletten Stahlbau einschließlich der Montage an Ort und Stelle.“

Der Anlagenaufbau besteht aus zwei Linien, in denen jeweils ein Windsichter über unterschiedliche Einstellungen Leicht- und Schwerfraktionen trennen. Die A-Linie wird als Schwergutlinie gefahren, fördert auch über einen MovingFloor, separiert mit Überbandmagnet den Eisenschrott, siebt und nutzt einen NE-Abscheider für Alu, Kupfer, Messing und Edelstahl. Mittels einer nachgeschalteten Sortierkabine werden vom Personal zusätzlich per Hand am Förderband übergroße Steine, Holzstücke, Metalle und Papier aussortiert. Anschließend trennt ein Separator mit Nahinfrarot das Holz vom Restmüll.

Die B-Linie für Ersatz-Brennstoffe trennt über den zweiten Windsichter Typ AirStar die Leichtstofffraktion wie Kunststofffolien, Plastikmaterial, etc., um den sogenannten Fluf (flugfähige Kunststoffschnipsel) zu produzieren. Dieser dient als Ersatzbrennstoff für die Drehrohröfen von Zementherstellern, die den hohen Energiewert ähnlich dem von Kohle und Heizöl nutzen.

Für Notfälle ist bei Westeria eine Hotline eingerichtet, die rund um die Uhr erreichbar ist. „Auch hier zeigt sich die spezielle Kundennähe des Unternehmens aus Ostbevern – Basis für ein gutes Miteinander und unsere Zufriedenheit mit der Partnerschaft im Rahmen unserer neuen Recyclinganlage“, resümiert Christoph Baensch.

Quelle: Westeria Fördertechnik