Israels Abfallwirtschaft lahmt: Ausbaupläne bieten neue Geschäftsmöglichkeiten

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Jerusalem (Foto: Walkerssk / Pixabay)

Berlin — Die israelische Abfallwirtschaft macht Fortschritte – aber langsamer als ursprünglich geplant. Zwar nehmen die recycelten Abfallmengen zu und der Staat fördert die Wiederaufbereitung. Allerdings musste die Vorgabe, bis 2020 eine Recyclingquote von 50 Prozent der Siedlungsabfälle zu erreichen, auf 35 Prozent gesenkt werden. Auf der anderen Seite gibt es Ausbaupläne für die Abfallwirtschaft, unter anderem bei der Energiegewinnung aus Abfällen, meldet Germany Trade & Invest.

Eine besondere Herausforderung sind Siedlungsabfälle. Das beginnt bei der anfallenden Abfallmenge, die, anders als in einigen anderen Industrieländern, nicht zurückgeht. Sowohl bei der Mülltrennung als auch bei der Wiederaufbereitung von Siedlungsabfällen gibt es große Defizite. Im Jahr 2015 lag die Recyclingquote bei Siedlungsabfällen bei nur 20 Prozent. Eine der wichtigsten Aufgaben in Bereich städtischen Mülls ist daher auch die Durchsetzung der Mülltrennung.

Die Regierung setzt auf schnellen Ausbau der Abfallbehandlung. Allein 2018 sollen nach Plänen des Umweltschutzministeriums zehn Transfer- und Behandlungsanlagen für Abfälle entstehen. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Energiegewinnung aus Abfällen. Vorgesehen sind außerdem thermische Abfallbehandlungsanlagen. Die Anlagen, über deren Zahl im Februar 2018 entschieden werden soll, werden voraussichtlich als öffentlich-private Projekte (PPP) ausgeschrieben. Ein beschleunigter Ausbau des Recycling würde neue Geschäftsmöglichkeiten schaffen.

Der vollständige Report kann unter gtai.de heruntergeladen werden. 

Quelle: Germany Trade & Invest