Welttoilettentag 2017: Abfälle gehören in die Tonne, nicht ins Klo

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Toilette (Foto: chriskeller / Pixabay)

Berlin — Mit Blick auf den Welttoilettentag am 19. November 2017 hat der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) auf die steigenden Müllmengen in Deutschlands Abwasserkanälen hingewiesen – allen voran Feuchttücher, Wattestäbchen und andere Hygieneartikel. Diese landen nach ihrer Nutzung oftmals nicht im Hausmüll, wo sie landen sollten, sondern in der Toilettenschüssel.

Dabei haben diese Dinge, genau wie nicht mehr benötigte oder alte Arzneimittel und Chemikalien, nichts im WC zu suchen. Denn Feuchttücher sind beispielsweise reißfest, weshalb sie sich im Wasser nicht zersetzen. Das führt zu sogenannten Verzopfungen. All das muss in Klärwerken mit großem technischen Aufwand und enormen Zusatzkosten entfernt werden. Im schlimmsten Fall legen sie sogar Pumpen lahm. Im Einzelfall kann das mal schnell mehrere zehntausend Euro pro Pumpe kosten. Und diese Kosten tragen am Ende alle Verbraucher.

Nicht ins WC gehören:

  • Farben, Lacke, Lösungsmittel und andere Chemikalien, den sie verunreinigen das Wasser. Auch chemische Mittel wie Rohrreiniger belasten es schwer oder können in den Klärwerken oft gar nicht abgebaut werden. Chemikalien sollten über Schadstoffsammelstellen entsorgt werden.
  • Feste Stoffe und Gegenstände wie Textilien, WC- und Babyfeuchttücher, Wattestäbchen- und pads, Rasierklingen, Tampons und Binden, Windeln, Kondome, Katzenstreu oder Kunststoffe können Hausleitungen und die Kanalisation verstopfen,. Übrigens: Auch Zigarettenkippen verunreinigen durch ihre Giftstoffe zusätzlich das Wasser.
  • Speisereste, Fette und Öle verkleben die Kanalisation und führen zu Geruchsbelästigungen. Diese Stoffe gehören in die Restmüll, besser in die Biotonne.
  • Medikamente bauen sich in der Regel nur schwer ab. Viele der darin enthaltenen Wirkstoffe können selbst modernste Kläranlagen nicht entfernen. So gelangen diese dann in den Wasserkreislauf. Nicht mehr benötigte oder abgelaufene Medikamente gehören ausschließlich in den Hausmüll, wo sie anschließend verbrannt werden.

Quelle: Verband kommunaler Unternehmen