Schulze Föcking: Systematisch in Wirtschaftskreisläufen denken

510
NRW-Umweltministerin Christina Schulze Föcking (Foto: Fotografie Rauss)

Düsseldorf — Zur Halbzeit der Weltklimakonferenz COP 23 in Bonn hat Nordhein-Westfalens Umweltministerin Christina Schulze Föcking die enge Verzahnung der Klima- und der Nachhaltigkeitspolitik betont: „Das Pariser Klimaübereinkommen war ein Lackmustest für die globale Nachhaltigkeitsagenda 2030. Mit diesen beiden Verträgen ist ein klarer Auftrag für eine ehrgeizige und gemeinschaftliche Umsetzung für die Zukunft unseres Planeten verbunden“.

Ziel der Landesregierung ist es, die Anpassungsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel in allen Politikfeldern und Gesellschaftsbereichen vorausschauend zu erhöhen. „Für eine erfolgreiche Umsetzung der Agenda 2030 müssen wir auch Systemfragen stellen und müssen wirtschaftlich stärker in Kreisläufen denken, global und regional“, betonte Schulze Föcking. So müssten Klima- und Umweltaspekte systematisch in den Wirtschaftskreisläufen verankert werden. Der neue Umweltwirtschaftsbericht NRW, der Mitte Dezember 2017 veröffentlicht wird, zeigt hier Wege auf. Auch brauchen wir eine neue Wertschätzung für Lebensmittel, die die bisherige Verschwendung von Nahrungsmitteln überwindet und die internationalen Folgewirkungen im Blick behält.

Folgen des Klimawandels müssten in allen Politikbereichen berücksichtigt werden. Als weitere Beispiele nannte die NRW-Umweltministerin die Implementierung von Klimaanpassungsmaßnahmen in Bereichen des Städtebaus und der Infrastrukturplanung, die Entwicklung klimastabilerer Mischwälder sowie ein auf Hochwasserrückhaltung ausgerichteter Hochwasserschutz. Auch betonte sie die Sonderrolle der Land- und die Forstwirtschaft im Klimawandel. „Einerseits gibt es keine Branche, die den Klimawandel bereits heute derart stark zu spüren bekommt wie die Landwirtschaft. Andererseits tragen Land- und Forstwirtschaft durch die zeitliche Bindung von atmosphärischem Kohlenstoffdioxid in Biomasse sowie durch die Forst- und Holzwirtschaft und die Substitution fossiler Rohstoffe aktiv zum Klimaschutz bei.“

Quelle: Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen