Rewindo erweitert Annahmenetz für PVC-Kleinstmengen durch Lobbe-Gruppe

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Machen gemeinsame Sache für das Kunststofffensterrecycling (v.l.): Dr. Stefan Moczala-Geppert, Michael Müller und Martin Hering (Biotrans), Michael Vetter und Christoph Aßmann (Geschäftsführer Lobbe) (Foto: ©Rewindo)

Bonn — Mit der Lobbe Entsorgung West GmbH & Co KG kann die Rewindo GmbH erneut ein renommiertes Unternehmen aus der Entsorgungsbranche für den Ausbau ihres Kleinstmengenannahmenetzes gewinnen. An sechs ihrer über 40 Betriebsstätten unterstützt das Unternehmen nun Rewindo bei der Erfassung und Bündelung von kleineren Mengen alter PVC-Fenster, -Rollladen und -Türen für das Recycling. Schwerpunktregion ist hierbei das Sauerland, weitere Standorte befinden sich in Iserlohn, Bergneustadt und Hagen.

Als Ergänzung zum bewährten bundesweit flächendeckenden Abholsystem richten sich die nunmehr insgesamt 20 Annahmestellen insbesondere an Montagetrupps und kleinere Handwerksbetriebe, die ausgebaute Fenster auch in Kleinstmengen von unter zehn Fenstern nicht zwischenlagern können. „Wir wollen auch diesen Abfallbesitzern einen logistisch möglichst einfachen Weg eröffnen, die alten Fenster umweltgerecht zu verwerten. Die Erweiterung des Annahmenetzes für die kleinen Mengen ist daher eines unserer Ziele für die nächste Zeit. Mit direkt sechs Annahmestellen ist die Unterstützung von Lobbe für uns deshalb natürlich sehr wertvoll“, so Rewindo-Geschäftsführer Michael Vetter.

Strategische Allianz mit Biotrans

Hervorgegangen ist das Engagement für das Kunststofffensterrecycling von Lobbe aus einer strategischen Allianz mit dem Rewindo-Partner Biotrans GmbH aus Schwerte, die seit 2013 für das Rewindo-System alte Kunststofffenster sammelt und für das Recycling vorkonfektioniert. Michael Müller, Geschäftsführer von Biotrans: „Mit Lobbe verbindet uns seit vielen Jahren in mehreren Geschäftsbereichen eine enge Zusammenarbeit. Umso mehr freut es uns, dass wir das Unternehmen nun auch für die Rewindo- Idee, hinter der wir zu hundert Prozent stehen, begeistern konnten.“

Über Lobbe und Biotrans gelangt das vorgebrochene Material dann schließlich zum Recyclingunternehmen VEKA Umwelttechnik GmbH in Hörselberg-Hainich, wo es in einer modernen Recyclinganlage werkstofflich recycelt wird. Nach der Abtrennung von Glas und Metallen entsteht dort ein PVC-Mahlgut, das als Ausgangsmaterial für hochwertiges, fast 100 Prozent sortenreines Granulat dient. In den neuen Fensterprofilen ist der wiedergewonnene Rohstoff als Recyclatkern zu finden, der mittels Co- Extrusionsverfahren außen mit PVC- Neumaterial ummantelt wird. „Mit dieser Logistikkette können wir garantieren, dass eben auch die bei Lobbe abgegebenen kleineren Mengen in jedem Fall am Ende auch zu einem unserer auditierten Recyclingpartner gelangen und dort zu Sekundärrohstoff für die Fensterprofilproduktion aufbereitet werden“, so Vetter.

Über 29.000 Tonnen PVC- Regranulat rückgewonnen

Die aktuelle Liste mit regionalen Annahmestellen für Kleinstmengen ist auf dem Webauftritt der Rewindo zu finden. Entsorger, die an der Sammlung von Kleinstmengen ausgebauter Kunststofffenster, -rollladen und -türen für das Rewindo-System interessiert sind, können sich gerne an die Geschäftsstelle wenden.

Seit 2002 organisiert die Rewindo Fenster-Recycling-Service GmbH mit ihren Recyclingpartnern deutschlandweit die Verwertung ausgedienter Kunststofffenster, -rollladen und -türen bei kontinuierlich steigenden Verwertungsquoten. So konnten 2016 mehr als 29.000 Tonnen PVC- Regranulat gewonnen werden. Dies entspricht nahezu 1,8 Millionen recycelter Altfenster. Hinzu kommen über 74.000 Tonnen Produktionsabfall. Das wieder gewonnene Regranulat dient als qualitativ gleichwertiger Rohstoff für die Herstellung von neuen Fenster- und Bauprofilen. Aufgaben und Maßnahmen der Rewindo GmbH stehen im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen der freiwilligen Selbstverpflichtung der europäischen PVC-Branche, VinylPlus.

Quelle: Rewindo Fenster-Recycling-Service GmbH