Dyson: Wegwerfhandtücher aus Papier produzieren jährlich 66.800 Tonnen Abfall

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Papierhandtücher (Foto: ©Henrik G Vogel / http://www.pixelio.de)

Köln — Wie aus dem Branchenreport „Euromonitor, Tissue and Hygiene Research 2017“ hervorgeht, werden in Deutschland rund 100 Millionen Einweg-Papierhandtücher am Tag verbraucht. Ihr Verbrauch nimmt deutlich zu, obwohl Papierhandtücher eine schlechte CO2-Bilanz haben und Abfall verursachen. Dabei gibt es auch für Papierhandtücher Alternativen, meldet das Technologie- und Erfinderunternehmen Dyson.

In Deutschland wurden 2016 Einweg-Papierhandtücher mit einem Gewicht von 66.800 Tonnen genutzt. Bei einem Gewicht von 1,5 bis 2 Gramm je Tuch sind das 38 Milliarden Tücher insgesamt, die jährlich in Gaststätten, Büros und öffentlichen Sanitäranlagen aus den Spendern gezogen werden. Die Branche geht dabei von einer weiteren Absatzsteigerung von etwa einem Prozent jährlich bis zum Jahr 2021 aus.

Papierhandtücher landen durchweg im Abfall. „Einweghandtücher bestehen oft aus Frischfasern, werden nicht mehr recycelt und gehen damit dem Papierkreislauf endgültig verloren“, erklärt Henning von Gagern, Director Professional beim Staubsauger- und Ventilatoren-Hersteller Dyson. Eine Studie des Umweltbundesamtes hat schon 2014 festgestellt, dass jede Händetrocknung mit Papierhandtüchern mit etwa 4,5 Gramm CO2-Äquivalent in der persönlichen Klimabilanz zu Buche schlägt. So verursacht allein das Abtrocknen nach dem Händewaschen in betrieblichen Waschräumen bei insgesamt 25 Milliarden Besuchen jährlich über 100.000 Tonnen CO2-Emissionen.

Quellen: Papierhandtücher: Euromonitor, Tissue und Hygiene Research 2017; Einweg-Kaffeebecher: DUH 2015; Kaffeekapseln: Kaffeeverband 2017; Tüten: Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) 2017

Einweg-Kaffeebecher, Plastiktüten und Kaffeekapseln stehen als unnötige Umweltsünden des Alltags zu Recht in der Kritik. Wegen der mit ihnen verbundenen Ressourcenverschwendung und ihrem Abfallanfall wird ihr Gebrauch bereits gesetzlich eingeschränkt und die Verbrauchszahlen gehen teilweise zurück.

Wegwerfhandtücher lassen sich ebenso leicht vermeiden. Sogenannte Jetstreams, also Händetrockner mit hohen Luftgeschwindigkeiten und ohne Erwärmung der Luft, weisen laut dem deutschen Umweltbundesamt „unter anderem in der Wirkungskategorie Treibhausgaspotential die geringste Belastung auf“. Eingeschränkt sinnvoll sind Baumwollhandtücher: Durch den aufwendigen Anbau der Baumwollpflanzen und die Energie, die für die Reinigung der Tücher verbraucht wird, ist deren Umweltbilanz zwar etwas besser als die von Papierhandtüchern und Warmlufttrocknern. Insgesamt ist ihre Bilanz aber deutlich schlechter als die von Kaltlufttrocknern.

Quelle: Dyson GmbH