HWWI: Preise für Industrierohstoffe sanken im Oktober um -2.8 Prozent

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Hamburg — Im Oktober stieg der HWWI-Rohstoffpreisindex den vierten Monat in Folge. Die durchschnittlichen Preise aller im Index enthaltenen Rohstoffe stiegen um 2,2 Prozent (in Euro: 3,5 Prozent); dagegen fielen die Preise für Industrierohstoffe um -2.8 Prozent (in Euro: -1,5 Prozent). Der Gesamtindex notierte damit bei 108,5 Punkten (in Euro: 102,3 Punkte). Der Aufschwung fiel dabei nicht ganz so stark aus wie im Vormonat.

Die Preise der im Index vertretenen NE-Metalle sind im Oktober durchschnittlich um 2,2 Prozent (in Euro: +3,5 Prozent) gestiegen. Im Einzelnen stieg der Preis für Aluminium um 1,4 Prozent (in Euro: +2,7 Prozent), der Bleipreis um 5,7 Prozent (in Euro: +7,0 Prozent), der Kupferpreis um 3,5 Prozent (in Euro: +4,9 Prozent), der Nickelpreis um 0,9 Prozent (in Euro: +2,2 Prozent) und der Zinkpreis um 4,7 Prozent (in Euro: +6,0 Prozent). Hingegen fiel der Preis für Zinn um 1,8 Prozent (in Euro: -0,5 Prozent).

Die Preise für Eisenerz und Stahlschrott sind erneut im Oktober um 12,8 Prozent (in Euro: -11,7 Prozent) gefallen. Stahlschrott verbilligte sich aufgrund geringer Nachfrage der Stahlproduzenten. Der Einsatz von Stahlschrott in der Stahlproduktion erfordert die Verwendung von Elektroden, deren Preis in letzter Zeit deutlich stieg. Anstelle von Stahlschrott wird deshalb gegenwärtig verstärkt Roheisen in der Produktion von Stahl verwendet, weshalb die Stahlschrottnachfrage fiel. Insgesamt fiel der Index für Industrierohstoffe um 2,8 Prozent (in Euro: -1,5 Prozent) auf 118,3 Punkte (in Euro: 111,7 Punkte), nachdem er noch im September leicht gestiegen war.

Die durchschnittlichen Preise für agrarische Rohstoffe sanken im Oktober leicht um 0,8 Prozent (in Euro: +0,5 Prozent). Der Kautschukpreis fiel um 9,0 Prozent (in Euro: -7,8 Prozent). Diffuse spekulative Erwartungen an die zukünftige Angebotsentwicklung ließen den Kautschukpreis fallen. Schnittholz verteuerte sich um 7,8 Prozent (in Euro: +9,2 Prozent). Strafzölle seitens der USA auf kanadische Holzimporte und eine höhere US-amerikanische Nachfrage aufgrund des Wiederaufbaues nach den von Hurrikans und Tornados angerichteten Schäden ließen die Preise für Holz steigen. Weiterhin vernichteten Feuer Teilgebiete von kanadischen Wäldern. Der höheren Nachfrage steht ein reduziertes Angebot gegenüber.

Quelle: Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut gemeinnützige GmbH (HWWI)