Jahrzehntelang Verantwortung im Recycling: Metallhändler unterstützen Klimaschutzziele

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Eisenschrott (Fotos: Alexas_Photos / Pixabay)

Berlin — Den Pariser Klimapakt präzisieren, verbindliche Richtwerte schaffen und die Erderwärmung stoppen – diesen Ziele will die Klimaschutzkonferenz der Vereinten Nationen in Bonn verfolgen. Zu Beginn der Konferenz ging Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) auf die Bedeutung von Privathaushalten und Branchen ein. Der Verband Deutscher Metallhändler e.V. unterstützt diese – übernimmt er doch seit Jahrzehnten Verantwortung im Recycling.

„Nachhaltigkeit und ökologisches Bewusstsein sind seit jeher Kernkompetenzen unserer Mitglieder. Wir stehen ebenso für verantwortungsvolle und nachhaltige Produktion wie für klimaschonendes Recycling. Seit 1990 konnten damit insgesamt 46 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Das ist rund ein Viertel dessen, was ganz Deutschland insgesamt an Treibhausgasen eingespart hat“, erklärte Thomas Reuther, Präsident des Verbands Deutscher Metallhändler e.V.

Besonders im Urban Mining sieht der VDM noch großes Potential für Deutschland. Was Seltene Erden und NE-Metalle wie Kupfer oder Aluminium betrifft, befinde sich in den Privathaushalten noch ein Schatz, den es zu heben gelte. Insgesamt schätzt der Verband, dass rund 2 Tonnen Gold, 12 Tonnen Silber und 750 Tonnen Kupfer allein in alten, ungenutzten Handys in Schubladen liegt. Das entspricht einem Materialwert von rund 83 Millionen Euro.

„Die andere Seite der Medaille ist aber, dass die gute und vertretbare Idee des Klimaschutzes manchmal anscheinend nicht von allen Seiten so ernst genommen wird wie sie es sollte. So leiden viele Mittelständler unter bürokratischen Maßnahmen und Auflagen, die ihre Effizienz mindern und damit de facto dem Recyclinggedanken widersprechen“, kritisierte Reuther.

Gleichzeitig sprach sich der VDM-Präsident dafür aus, dass die Idee von Recycling und Klimaschutz weltweit angegangen und sich ihrer Bedeutung bewusst gemacht wird: „Klimaschutz macht ebenso wenig wie Klimakatastrophen vor Grenzen halt. Lösungsansätze können daher nur international gedacht und gefunden werden. Wir bauen darauf, dass dies bei möglichen Lösungsansätzen berücksichtigt wird.“

Quelle: Verband Deutscher Metallhändler e.V.