Andritz-Finanzbericht meldet leichten Rückgang des Gruppenumsatzes

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Anlage zum Kühlgeräte-Recycling (Foto: Andritz MeWa GmbH)

Graz — Laut neuestem Finanzbericht für 2017 betrug der Umsatz des internationalen Technologie-Konzerns Andritz-Gruppe in den ersten drei Quartalen 4.143,6 Mio. €, was einem leichten Rückgang von 2,3 Prozent gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahrs entspricht (Q1-Q3 2016: 4.239,3 Mio. €). Alle vier Geschäftsbereiche verzeichneten im Jahresvergleich Umsatzrückgänge. Im 3. Quartal 2017 betrug der Umsatz 1.364,6 Mio. € und lag damit um 7,7 Prozent unter dem Vorjahresvergleichswert (Q3 2016: 1.478,1 Mio. €).

In den ersten drei Quartalen 2017 lag der Auftragseingang der Gruppe mit 4.112,5 Mio. € praktisch auf dem Niveau des Vorjahresvergleichswerts (+1,9 Prozent versus Q1-Q3 2016: 4.036,5 Mio. €). Während der Auftragseingang im Geschäftsbereich Hydro im Jahresvergleich deutlich sank (-11,5 Prozent versus Q1-Q3 2016: 1.060,9 Mio. €), stieg er im Geschäftsbereich Pulp & Paper stark an (+14,9 Prozent versus Q1-Q3 2016: 1.351,0 Mio. €). Der Geschäftsbereich Separation konnte den Auftragseingang im Jahresvergleich ebenso steigern (+7,4 Prozent versus Q1-Q3 2016: 445,1 Mio. €), was auf die gute Entwicklung des Bereichs Fest-Flüssig-Trennung zurückzuführen ist, die den Rückgang im Bereich Feed Technologies überkompensierte. Der Geschäftsbereich Metals verzeichnete hingegen einen leichten Rückgang (-3,0 Prozent versus Q1-Q3 2016: 1.179,5 Mio. €), wobei der Auftragseingang im Bereich Metallumformung (Schuler) deutlich sank und durch den Anstieg des Auftragseingangs bei Metals Processing fast vollständig ausgeglichen werden konnte.

Umsatz im Quartalsvergleich gesunken

Der Umsatz im Geschäftsbereich Hydro sank im Quartalsvergleich um 6,8 Prozent, was insbesondere auf den rückläufigen Auftragseingang der letzten Jahre und die damit verbundene niedrigere Umsatzgenerierung zurückzuführen ist. Ebenso war der Umsatz im Geschäftsbereich Pulp & Paper im Vergleich zum hohen Wert des Vorjahresvergleichsquartals rückläufig (-12,7 Prozent), der vor allem durch die Abarbeitung eines Großauftrags für ein neues Zellstoffwerk positiv beeinflusst worden war. Die Geschäftsbereiche Metals (-3,4 Prozent) und Separation (-2,6 Prozent) verzeichneten ebenso – wenn auch nur leichte – Umsatzrückgänge im Vergleich zum 3. Quartal 2016.

Der Auftragseingang der Gruppe betrug im 3. Quartal 2017 1.341,2 Mio. € und lag damit um 8,8 Prozent unter dem Vergleichsquartal des Vorjahrs (Q3 2016: 1.470,1 Mio. €). Die Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche stellt sich im Detail folgendermaßen dar:

  • Hydro: In einem anhaltend schwierigen Marktumfeld – unverändert niedrige Strom- und Energiepreise – betrug der Auftragseingang 425,0 Mio. € und lag damit unter dem hohen Vorjahresvergleichswert (-9,5 Prozent versus Q3 2016: 469,5 Mio. €), der einige mittelgroße Aufträge enthalten hatte. Er war jedoch deutlich höher als der Auftragseingang in den beiden Vorquartalen (+107,8 Prozent versus Q2 2017: 204,5 Mio. €; +37,3 Prozent versus Q1 2017: 309,5 Mio. €).
  • Pulp & Paper: Mit 427,1 Mio. € erreichte der Auftragseingang – sowohl im Bereich Neuanlagen als auch im Bereich Service – ein solides Niveau und war im Jahresvergleich praktisch unverändert (-1,8 Prozent versus Q3 2016: 435,0 Mio. €).
  • Metals: Der Auftragseingang betrug 329,4 Mio. € und war damit um 19,8 Prozent niedriger als das sehr hohe Vorjahresvergleichsquartal (Q3 2016: 410,8 Mio. €), das einige mittelgroße Aufträge im Bereich Metallumformung für die Automobil- und Automobilzulieferindustrie enthalten hatte. Sehr positiv entwickelte sich der Bereich Metals Processing, der im Jahresvergleich den Auftragseingang deutlich steigern konnte.
  • Separation: Der Auftragseingang betrug 159,7 Mio. € und lag damit praktisch auf dem Niveau des Vorjahresvergleichswerts (+3,2 Prozent versus Q3 2016: 154,8 Mio. €). Während der Bereich Fest-Flüssig-Trennung den Auftragseingang im Jahresvergleich deutlich steigern konnte, lag der Bereich Feed Technologies deutlich unter dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums.

Gute Projekt- und Investitionstätigkeit erwartet

Dr. Wolfgang Leitner, Vorstandsvorsitzender der Andritz AG: „Für die kommenden Monate sehen wir in den von uns bedienten Märkten keine wesentlichen Änderungen. Wir erwarten im Bereich Pulp & Paper eine unverändert gute Projekt- und Investitionstätigkeit und gehen auch im Bereich Separation von einer Fortsetzung der positiven Entwicklung aus. Auch das Servicegeschäft der Gruppe, das derzeit rund ein Drittel zum Umsatz beiträgt, sollte sich weiter positiv entwickeln.“

Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet Andritz unverändert einen leichten Rückgang des Gruppenumsatzes gegenüber 2016, die Rentabilität (EBITA-Marge) sollte jedoch trotz Umsatzrückgangs das solide Niveau des Vorjahres erreichen.

Der vollständige Finanzbericht kann unter andritz.com heruntergeladen werden.

Quelle: Andritz AG