Hans Roth Umweltpreis 2017 für neue Impulse in Recyclingwirtschaft vergeben

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Preisverleihung (v.l.): Hans Roth / Preisstifter, Johanna Naynar, Hui-Ling Chen, Alfred Riedl / Gemeindebundpräsident, Andrea Winterstetter, Cornelia Walch, Christian Holzer / BMLFUW (Foto: Saubermacher)

Feldkirch, Österreich — Vier NachwuchswissenschaftlerInnen hat das österreichische Bundesumweltministerium jetzt mit dem „Hans Roth Umweltpreis“ in Wien ausgezeichnet. Vom Ökodesign von Elektrokleingeräten über den Einsatz der Schwarzen Soldatenfliege zur Verwertung von Bioabfall bis hin zu Analysekonzepten von Altdeponien und Produktdesigns mit speziellem Fokus auf Recycling: Das breite Themenspektrum der Arbeiten zeigt, wie vielfältig und facettenreich nachhaltiges Wirtschaften ist.

Bundesminister Andrä Rupprechter gratulierte den PreisträgerInnen per Videobotschaft und ehrte sowohl das Engagement der JungakademikerInnen als auch den Einsatz von Saubermacher für die Umwelt. „Nachhaltiger Umweltschutz ist das Gebot der Stunde. Die Abfall und Recyclingwirtschaft spielt dabei eine Schlüsselrolle. Innovative Ansätze und kreative Ideen verdienen Anerkennung und Unterstützung – sie weisen den Weg in die Zukunft.“, betonte Sektionschef Christian Holzer bei der diesjährigen Preisverleihung des Umweltpreises.

Der Hans Roth Umweltpreis, der an vier österreichischen Universitäten (TU Wien, BOKU Wien, Montanuni Leoben und KF-Uni Graz) ausgeschrieben wird, wurde bereits 2003 ins Leben gerufen. Insgesamt werden in diesem Jahr 8.000 Euro vergeben. Der Hauptpreis „Hans Roth Umweltpreis Österreich“ ist mit 3.500 Euro dotiert, die Gewinner der drei anderen Partner-Universitäten erhalten je 1.500 Euro.

Den Hans Roth Umweltpreis für Österreich gewann Andrea Winterstetter, Technische Universität Wien, mit der Dissertation „Mines of Tomorrow – Evaluation und Classifying Anthropogenic Resources: A New Methodology“. Die Dissertation beschäftigt sich mit der Beurteilung und Klassifizierung von anthropogenen Lagerstätten.Die Arbeit wird derzeit bei der United Nations Framework Classification for Resources (UNFC) zur Klassifizierung von Altdeponien geprüft.

Den Hans Roth Umweltpreis BOKU Wien konnte sich Johanna Naynar mit der Masterarbeit „Verwertung biogener Abfälle mithilfe der Larve der Schwarzen Soldatenfliege (Hermetia illucens) zur Produktion alternativer Futtermittel“ sichern. Johanna Naynar hat mit ihrer Masterarbeit zu Recht auch schon den Preis „Zukunft denken!“ gewonnen, da sie sehr praxisbzw. marktnah eine neue Recyclingmöglichkeit für biogene Reststoffe aufzeigt. Die Arbeit war auch Ausgangsbasis für die Gründung der Fa. Insectory, ein Start-Up in Wien.

Zur Gewinnerin des Hans Roth Umweltpreises Montanuniversität Leoben wurde Cornelia Walch gekürt mit der Masterarbeit „Ökodesign und Demontage von ausgewählten Elektrokleingeräte-Fraktionen unter spezieller Berücksichtigung von Batterien“. In vielen Feldversuchen mit Elektroaltgeräten – darunter z.B. 65 Handys – zerlegte, analysierte und zeigte sie Wege, um eine größere Materialvielfalt zu verwerten.

Der Hans Roth Umweltpreis Karl-Franzens-Universität Graz ging an Hui-Ling Chen mit der Masterarbeit „Circular Design: Developing a Framework for Product Service Design in a Circular Economy”. Die Arbeit behandelt eines der Zukunftsthemen in Europa: Durch die Verbindung von Abfallwirtschaft und Produktdesign sind Ansätze, wie z.B. Design for Recycling, erst möglich. Hui-Ling Chen lieferte mit einer Non Governmental Organisation in den Niederlanden eine sehr spannende Arbeit ab, die einen wesentlichen Input für alle Beteiligten entlang des Lebenszyklus geben kann.

Quelle: Saubermacher Dienstleistungs AG