Verwertung von Verpackungen konnte 2016 hohes Niveau leicht steigern

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Verpackungen (Foto: © piu700 / http://www.pixelio.de)

Mainz — Die Verpackungsverwertung in Deutschland konnte auch im Jahr 2016 ein hohes Niveau halten, meldet die Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM). Insgesamt stieg die Quote der stofflichen Verwertung um 1,2 Prozent-Punkte auf 79,3 Prozent. Die Quoten der stofflichen Verwertung lagen 2016 in allen Materialfraktionen über den Ergebnissen für 2015.

Überdurchschnittlich stieg die Quote der stofflichen Verwertung bei Flüssigkeitskarton (+ 2,8 Prozent-Punkte), Papier (+1,8 Prozent-Punkte) und Kunststoff (+0,9 Prozent-Punkte) an. In allen anderen Materialfraktionen sind die Verwertungsquoten stabil auf hohem Niveau.

Durch den Wegfall der Eigenrücknahme und mit der starken Einschränkung der Branchenlösungen durch die 7. Novelle der VerpackV war es 2015 zu Verwerfungen gekommen. Die leicht positive Entwicklung in 2016 kann daher auch als Zeichen einer Normalisierung gewertet werden. Sammelmengen, die ehemals die Quoteneinhaltung durch Branchenlösungen ermöglichten, gehen nun zum Teil in haushaltsnahe und in gewerbliche Verwertungswege ein.

Die kurzfristigen und unspektakulären Entwicklungen im Vergleich zum Vorjahr sollten aber nicht den Blick auf die langfristige Entwicklung verstellen: die Quoten der stofflichen Verwertung konnten in den vergangenen zehn Jahren erheblich gesteigert werden. In den Materialfraktionen Aluminium, Kunststoff und Flüssigkeitskarton stiegen die Quoten der stofflichen Verwertung seit 2005 um zweistellige Prozentpunkte. Selbst in den Materialfraktionen Papier, Glas und Weißblech, deren Sammlung und Verwertung bereits seit Jahrzehnten gut funktioniert, sind in dem vergangenen Zeitraum von gut einem Jahrzehnt noch einstellige Zuwächse zu verzeichnen.

2016 lag die stoffliche Verwertungsquote für Verpackungen durchschnittlich bei 79,3 Prozent und erreichte im einzelnen für Weißblech 90,8 Prozent, für Aluminium 87,7 Prozent, für Papier/Pappe 87,7 Prozent, für Glas 85,4 Prozent, für Flüssigkeitskarton 77,6 Prozent und für Kunststoff bei 49,7 Prozent.

Quelle: Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM)