BIHK- und VBS-Fachveranstaltung Sekundär-Rohstoffe: Vom Reststoff zum Rohstoff

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Podiumsdiskussion mit Dr. Norbert Ammann, Prof. Dr. Reinhard Büchl, Dr. Hartmut Hoffmann, Dr. Bernhard Kling und Dr. Siegfried Kreibe (Foto: VBS)

München — Aus Abfällen gewonnene Rohstoffe leisten einen bedeutenden Beitrag zur Versorgung der heimischen Industrie. Sowohl aus ökonomischen wie ökologischen Gründen ist es sinnvoll, Potenziale und Chancen der Sekundärrohstoffe zu nutzen und ihren Anteil weiter zu erhöhen. Darüber tauschten sich vergangene Woche zahlreiche Fachexperten bei der Fachveranstaltung „Sekundärrohstoffe: Vom Reststoff zum Rohstoff“ in der IHK Akademie München aus.

In seiner Begrüßung hob IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen hervor: „Der Wert der in Deutschland produzierten Sekundärrohstoffe beträgt geschätzte 8,4 Milliarden Euro. Die Nutzung der Sekundärrohstoffe soll steigen und wird auch steigen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Ihr Einsatz schont begrenzte natürliche Ressourcen, spart Energie, vermindert den CO2- Ausstoß und leistet einen Beitrag zur Rohstoffversorgung und zum Klimaschutz.“

Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf unterstrich: „Unser gemeinsames Ziel ist ein neues Zeitalter der Ressourcenintelligenz für Bayern. Der Umweltpakt Bayern ist unser starkes Instrument auf dem Weg dorthin. Im Umweltpakt Bayern verfolgen wir die Ziele der Bayerischen Nachhaltigkeitsstrategie konsequent mit der bayerischen Wirtschaft. Gemeinsam packen wir eine bayerische Rohstoffwende an.“

Wie entsprechende Ansätze in der Automobilproduktion verfolgt werden, berichtete der Prof. Ing. Reinhard Büchl, Sprecher des Umweltclusters Bayern und VBS-Altpräsident: „Das Automobil ist eine der größten Herausforderungen und Chancen zugleich, Lösungsmodelle für Sustainable Consumption and Production zu entwickeln.“

Weitere Vorträge der Veranstaltung befassten sich mit der Wertschöpfungskette carbonfaserverstärkter Materialien (Prof. Dr. Siegfried R. Horn, Universität Augsburg), der Verwertung von Sekundärrohrstoffen – Ansätze der Shareconomy im B2B-Bereich (Prof. Dr. David Rygl, Steinbeis-SIBE Institut Nürnberg) sowie ressourceneffizienten Wertschöpfungsketten – Wunsch und Wirklichkeit (Dr. Susanne Schmid, Leiterin des Ressourceneffizienz-Zentrums Bayern im LfU).

Die Fachveranstaltung fand im Rahmen des Umweltpaktes Bayern statt und wurde gemeinsam vom Bayerischen Industrie- und Handelskammertag (BIHK) und dem Verband der Bayerischen Entsorgungsunternehmen e.V. (VBS) organisiert.

Quelle: Verband der Bayerischen Entsorgungsunternehmen e.V. Kreislaufwirtschaft und Städtereinigung