„lift2move on track“: Expresso stellt neues fahrerloses Transportsystem vor

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lift2move on track: für vollautomatische Transport- und Förderdienste und halbautomatische Hebe- und Handlingaufgaben (Foto: Expresso)

Kassel — Unter den interessierten Blicken vieler Messebesucher führte Expresso auf der diesjährigen Motek in Stuttgart erstmals sein neues fahrerloses Transportsystem „lift2move on track“ vor. Anders als viele konventionelle fahrerlose Transportsysteme (FTS) kann sie sich von der Spurführung abkoppeln und dann als Vorschubgerät frei agieren. Damit hat Expresso ein flexibles Hybrid-FTS geschaffen, das als Dual Guided Vehicle (DGV) sowohl vollautomatische Transport- und Förderdienste als auch halbautomatische Hebe- und Handlingaufgaben ausführen kann.

Mit seinem neuen „lift2move on track“ dürfte Expresso die Flexibilitätswünsche vieler Intralogistiker und Betriebsleiter erfüllen. Das Besondere daran bringt Expresso-Geschäftsführer Dr. Alexander Bünz auf den Punkt: „Unser neues FTS ist ein hybrides System, das auch aus der Spur laufen darf – und soll. Deshalb lassen sich damit innerbetriebliche Hol- und Bringdienste über längere Transportwege vollautomatisiert erledigen, während sich filigrane Hebe-, Handling- und Positionierarbeiten an Maschinen oder im Lager im halbautomatischen oder manuellen Modus ausführen lassen.“ Mit anderen Worten: Der Anwender erhält mit dem „lift2move on track“ von Expresso eine hochflexible, mobile Intralogistik-Lösung für viele verschiedene Aufgaben. Im Idealfall deckt er damit ganze Prozesse ab. „Mit unserem als Dual Guided Vehicle ausgelegten neuen FTS überschreiten wir Grenzen. Das bietet unseren Kunden auch die Chance, bisherige Materialflussprozesse zu überdenken“, sagt Geschäftsführer Dr. Bünz.

Mobile Funktionalität im effizienten Dauereinsatz

Die Entwickler von Expresso haben für ihren hybriden Grenzgänger ihr Knowhow aus der Handhabungstechnik mit einer ganzen Reihe moderner Technologien kombiniert. Angefangen bei der induktiven Spurführung der FTS-Welt und der Kommunikation via RFID über die sichere Steuerung per AS-i Safety bis hin zum patentierten Sensor-Antriebssystem touch2move und der kompletten Ladelift-Technik des lift2move-Programms steckt das neue fahrerlose Transportsystem von Expresso voller Innovationen. In Summe gewährleisten sie laut Hersteller nicht nur eine hohe Funktionalität und sichere Mobilität, sondern auch wirtschaftlichen Dauerbetrieb, eine ergonomische Bedienung und nicht zuletzt auch die einfache Integration in übergeordnete Produktionsleitsysteme.

Das neue FTS „lift2move on track“ von Expresso hebt bis zu 400 kg schwere Lasten auf eine Höhe von bis zu drei Meter und transportiert sie mit einem Fördertempo von bis zu 1,8 m/s. Dabei lässt es sich dank eines Boostcap-Schnelladesystems ohne Batteriewechsel im Dreischichtbetrieb fahren. Seine Informationen zu Routenführung, Fahrtempo und Auftrag erhält es via RFID aus dem Leitstandsystem oder aus der externen Peripherie. Für die dezentrale Kommunikation zwischen mehreren FTS gibt es eine flexible agentenbasierte Steuerung; ein zentraler Server für das Schwarm-Management muss also nicht eingerichtet werden. Die Visualisierung des Schwarms hingegen lässt sich zentral darstellen.

Zur Optimierung intralogistischer Prozesse

Besondere Qualitätsmerkmale eines jeden lift2move-Ladelifts sind unter anderem ein tiefliegendes, pallettenkonformes Sicherheitsfahrwerk und eine um 360° drehbare Antriebseinheit, die dem FTS eine hohe Wendigkeit verleiht. Zum ferngesteuerten und automatischen Anfahren definierter Hubhöhen gibt es zudem einen programmierbaren Positioniercontroller, mit dem sich hebe- und handhabungstechnische Routinen wiederholgenau, schnell und sicher ausführen lassen. Weitere Features, die die Handhabung des „lift2move on track“ von Expresso vereinfachen sind ein bewusst schlicht gehaltenes Bedienpanel und ein 7,0 Zoll großes Touch-Display, das über alle aktuellen Stati des FTS informiert.

Insgesamt dürfte das hybride FTS aus Kassel vor allem für solche Unternehmen von Interesse sein, die zur Optimierung ihrer intralogistischen Prozesse transport- und handhabungstechnische Anforderungen eng miteinander verknüpfen möchten.

Quelle: Expresso Deutschland GmbH