Französische Unternehmen investierten 166 Mio. Euro in Abfallentsorgung

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Paris and Eiffel tower (Foto: Walkerssk / Pixabay)

Paris, Frankreich — Die Investitionen der französischen Unternehmen in den Umweltschutz waren 2015 wie schon in den Vorjahren leicht rückläufig. Nach den im September 2017 vorgelegten Zahlen des staatlichen Statistikinstitutes Insee haben die Industrieunternehmen 2015 rund 1,6 Mrd. Euro für umweltschonende Technologien aufgewendet, 1 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Rückgang betraf vor allem Sachinvestitionen, während die Ausgaben für Studien geringfügig stiegen, meldet Germany Trade & Invest.

Für umweltschonende Technologien und Studien zu ihrer Einführungen geben die französischen Industrieunternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten jährlich etwa 1,6 Milliarden bis 1,7 Milliarden Euro aus. Der Wert weist in den letzten Jahren eine leicht sinkende Tendenz auf. Gleichzeitig wird ein steigender Anteil für präventive Maßnahmen ausgegeben, also für Investitionen in eine ressourcenschonende und emissionsarme Produktion. Hierauf entfielen 2015 mit 533 Millionen Euro rund 46 Prozent der spezifischen Sachinvestitionen (2014: 43 Prozent) und damit mehr als in die Behandlung oder Beseitigung von Schadstoffen investiert wurde (455 Millionen Euro).

Rund 40 Prozent der Industrieunternehmen ab 20 Beschäftigte haben 2015 in umweltschonende Maßnahmen oder Studien dazu investiert. Über 70 Prozent der gesamten Investitionen entfielen auf die vier Branchen Energie, Metallverarbeitung, Nahrungsmittel und Chemie. Die Energiebranche, vor allem die Elektrizitätswirtschaft, ist der mit großem Abstand wichtigste Auftraggeber für Studien.

Während für die Abwasserentsorgung 251 Millionen Euro investiert wurden, betrugen die Investitionen in Untergrund-, Boden- und Oberflächensanierung 173 Millionen Euro und in die Entsorgung nicht-radioaktiver Abfälle 166 Millionen Euro. Die Ausgaben zur Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen betrugen 182 Millionen Euro.

Die Verringerung der Luftverschmutzung steht an der Spitze der Umweltschutzinvestitionen der Industrie in Frankreich, gefolgt von der Abwasserreinigung. Einen ebenfalls hohen Stellenwert nimmt die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen ein. Etwa 86 Prozent der Ausgaben gehen in direkte Maßnahmen zum Umweltschutz und werden als spezifische Umweltinvestitionen erfasst. Die verbleibenden 14 Prozent ergeben sich aus den zusätzlichen Kosten für weniger Emissionen erzeugende Produktionstechnik oder Prozesse gegenüber der herkömmlichen Technologie.

Autor: Marcus Knupp

Quelle: Germany Trade & Invest