HWWI-Rohstoffpreisindex: Preise für Industrie-Rohstoffe nur geringfügig gestiegen

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Hamburg — Der HWWI-Rohstoffpreisindex setzte im September seine Aufwärtsbewegung erneut fort. Der Gesamtindex stieg den dritten Monat in Folge und notierte bei 106,1 Punkten (in Euro: 98,9 Punkte). Damit stiegen die Preise für Rohstoffe im September durchschnittlich um 5,2 Prozent (in Euro: +4,3 Prozent) gegenüber dem Vormonat. Dieser Rohstoffpreisanstieg markiert den vorläufig höchsten Wert in diesem Jahr. Die erhöhten Preise für Erdgas und Rohöl sind der Hauptgrund für den Anstieg der Rohstoffpreise im September. Die Preise für Industrierohstoffe stiegen mit +0,1 Prozent (in Euro: -0,8 Prozent) nur geringfügig.

Agrarische Rohstoffe verteuerten sich durchschnittlich um 2,4 Prozent (in Euro: +1,5 Prozent). Die Preise für NE-Metalle sind im September ebenfalls um 2,5 Prozent (in Euro: +1,6 Prozent) gestiegen. Im Einzelnen stiegen alle Preise der im Index vertretenen NE-Metalle dabei wie folgt: Aluminium um 3,3 Prozent (in Euro: +2,4 Prozent), Blei um 0,9 Prozent (in Euro: ±0,0 Prozent), Kupfer um 1,5 Prozent (in Euro: +0,5 Prozent), Nickel um 3,2 Prozent (in Euro: +2,3 Prozent), Zink um 4,4 Prozent (in Euro: +3,5 Prozent) und Zinn um 1,4 Prozent (in Euro: +0,4 Prozent).

Die Preise für Eisenerz und Stahlschrott sind im September um 5,5 Prozent (in Euro: -6,4 Prozent) gefallen. Der Preis für Eisenerz fiel um 6,7 Prozent (in Euro: -7,6 Prozent) aufgrund der geringeren chinesischen Nachfrage. Eisenerz ist ein wichtiger Rohstoff in der Stahlproduktion. China drosselt die Stahlproduktion im Winterhalbjahr, um der Luftverschmutzung vorzubeugen.

Insgesamt stieg der Index für Industrierohstoffe im September sehr moderat um 0,1 Prozent (in Euro: -0,8 Prozent) auf 121,7 Punkte (in Euro: 113,4 Punkte).

Quelle: Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut gemeinnützige GmbH (HWWI)