ifo Institut: Preisliche Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands hat sich verschlechtert

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Quelle: ifo-Institut

München — Die deutsche Wirtschaft muss sich auf etwas härtere Exportbedingungen einstellen. Sie kann aber weiter davon ausgehen, Zuwächse bei den Ausfuhren zu erzielen. Das geht aus dem ifo Exportklima-Bericht hervor, den ß das Münchener Wirtschaftsforschungsinstitut heute veröffentlichte. Danach sank das Exportklima im März auf 0,14 Punkte, nach 0,22 Punkten im Februar. „Damit gehen wir für das erste Quartal von einem moderaten Anstieg der deutschen Exporte aus“, bilanziert ifo-Experte Christian Grimme.

Während sich die Stimmung bei den Unternehmen und Verbrauchern auf den meisten der 41 größten Exportmärkte verbesserte, verschlechterte sich die preisliche Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands deutlich. „Ursache ist die Aufwertung des Euros vor allem gegenüber dem Dollar“, erklärt Grimme. „Der Euro legte handelsgewichtet zum Vormonat um 0,6 Prozent gegen den Währungskorb zu, gegenüber dem Vorjahr sogar um 2,3 Prozent.“

Ein besonders stark positiver Impuls kam aus den Niederlanden: Die dortigen Firmen und Haushalte waren deutlich optimistischer gestimmt als noch im Vormonat. Aber wie schon in den vergangenen Monaten gab es keine nennenswerten Impulse aus dem asiatischen Raum. Insbesondere ist der Optimismus der chinesischen Unternehmen weiter getrübt.

Quelle: ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.