SC Johnson: Zwei Drittel seiner Fabriken sagen & realisieren „Zero Waste to Landfill“

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Quelle: PRNewswire

Racine, Wisconsin / USA — S.C. Johnson & Son Inc. hat sich zum Ziel gesetzt, in seinen Fabriken etwas zu erreichen, was für viele Familien im eigenen Haushalt unmöglich erscheint: Sie möchten nichts wegwerfen. Das Unternehmen, einer der führenden Hersteller von Haushaltsreinigungsmitteln und Produkten, hat verkündet, dass es seinen Plänen für 2021 bereits voraus ist, keinerlei Abfallprodukte aus Fabriken auf Mülldeponien zu entsorgen. Mittlerweile konnten bereits über 65 Prozent der Fabriken von SC Johnson dieses Ziel – „Zero Manufacturing Waste to Landfill“ – erreichen.

In diesem Jahr konnte Jeddah in Saudi-Arabien mit fünf anderen Fabrikstandorten von SC Johnson erreichen, keinerlei Abfallprodukte aus Fabriken auf Mülldeponien zu entsorgen. Die Fabrikstandorte des Unternehmens in Toluca (Mexiko), Ho Chi Minh (Vietnam), Rosslyn (Südafrika), Kiew (Ukraine) und Nairobi (Kenia) gingen 2017 sogar noch einen Schritt weiter und entsorgten keinerlei Abfallprodukte auf Mülldeponien, d. h. auch keine Abfälle aus den Cafeterias und den Bürogebäuden.

Mit viel Einfallsreichtum

„Unser Weg dahin, keinerlei Abfallprodukte auf Mülldeponien zu entsorgen, ist nur ein Teil unseres langfristigen Engagements, eine Vorreiterrolle bei der Nachhaltigkeit zu spielen und dem Wohl der Allgemeinheit zu dienen“, erklärt Fisk Johnson, Vorsitzender und Geschäftsführer von SC Johnson. „Ich bin stolz auf die harte Arbeit der Mitarbeiter von SC Johnson in unseren Fabriken auf der ganzen Welt. Sie haben sich dafür eingesetzt, die Umwelt für zukünftige Generationen zu schützen, auch wenn es nicht gerade einfach war.“

Vor fünf Jahren waren bereits fünf Standorte von SC Johnson an dem Punkt, dass sie keinerlei Abfallprodukte aus ihren Fabriken auf Mülldeponien entsorgt haben. Heute sind 17 Standorte von SC Johnson an diesem Punkt, wobei 14 von diesen Standorten generell keine Abfallprodukte auf Mülldeponien entsorgen.

Zur Erreichung dieses Ziels bedarf es viel Einfallsreichtum vonseiten der Mitarbeiter von SC Johnson in Ländern, in denen Recyclingverfahren noch in den Kinderschuhen stecken oder noch kein Thema sind. An einigen Standorten werden Essensreste zur Düngung des Arealbodens kompostiert, an anderen Standorten wird Abwasser zur Düngung von Parks und anderen Grünflächen verwendet.

Prinzipientreuer Ansatz

In Nairobi (Kenia) ist es beispielsweise üblich, den Müll zu trennen, da hier weder Recyclingverfahren noch die erforderliche Infrastruktur verbreitet sind. Die Mitarbeiter am Firmenstandort wurden geschult, Müll zu trennen und in den dafür vorgesehenen Behältern zu entsorgen. Ihnen wurden auch die Vorteile einer derartigen Mülltrennung ans Herz gelegt. Der Standort entsorgt mittlerweile keinerlei Abfälle mehr auf Deponien.

SC Johnson sucht nach neuen Möglichkeiten, um Müll zu vermeiden, der auf Deponien entsorgt wird. Das Unternehmen verfolgt einen prinzipientreuen, gezielten Ansatz, der Wiederverwertung, industrielle Recyclingverfahren, Abwasseraufbereitung vor Ort und Kompostierverfahren umfasst. Wenn diese Optionen nicht möglich sind, werden Verbrennungsverfahren in Betracht gezogen, bei denen Wärme freigesetzt wird, die wiederum meist sinnvoll weiterverwertet wird. Müllverbrennungen sind mitunter auf lange Sicht umweltfreundlicher als Mülldeponien, vor allem in Ländern mit wilden Müllkippen und insbesondere dann, wenn das aus den Deponien austretende Methan nicht kontrolliert oder zur Energienutzung aufgefangen wird.

Keinerlei bedeutet keinerlei

„Wenn man sich Mülldeponien außerhalb von Industrieländern anschaut, gibt es einige Bedenken bezüglich der Deponie-Verwaltung“, kommentiert Kelly M. Semrau, Senior Vice President der Abteilung Global Corporate Affairs, Communication and Sustainability von SC Johnson. „An Orten, an denen wir noch keine Möglichkeit gefunden haben, Müll zu vermeiden oder umzuleiten, bietet die Müllverbrennung mehr Kontrolle und eine bessere Technologie als die langfristigen Risiken von Müllhalden.“

Unternehmen haben meist ein unterschiedliches Verständnis davon, was es heißt, keinerlei Abfallprodukte auf Mülldeponien zu entsorgen. Bei SC Johnson bedeutet „keinerlei“ auch wirklich „keinerlei“. Außerdem hat das Unternehmen eine strenge Definition für „keinerlei Abfallprodukte auf Mülldeponien entsorgen“. Das Unternehmen verlangt, dass jeder Standort für einen festgelegten Zeitraum keinerlei Abfallprodukte auf Mülldeponien entsorgt. Dies bedeutet zudem, dass die städtische Müllabfuhr nur dann nicht angerechnet wird, wenn der Müll bei der Stadtentsorgung kompostiert oder das Methan aufgefangen wird. Eine Ausnahme bilden Abfallstoffe mit Biogefahr, medizinischer Gefahr oder toxischer Gefahr. Diese Abfallstoffe stellen jedoch nur einen Bruchteil der gesamten Abfallmenge dar. Sie unterliegen mitunter gesetzlichen Vorschriften des jeweiligen Landes zur Entsorgung von Sondermüll, die teils eine Deponieentsorgung vorschreiben.

„Grüne Teams“ gebildet

Einige Unternehmen geben mit Sternchen oder Fußnote an, sie würden keinerlei Abfallprodukte entsorgen. Im Kleingedruckten erfährt man dann, dass kleine Mengen an Routineabfall auf Mülldeponien landet, die anderweitig hätten entsorgt werden können. SC Johnson kann dies nicht von sich behaupten.

Viele Fortschritte des Unternehmens sind den Mitarbeitern von SC Johnson zu verdanken, die sich bereitwillig umgestellt haben, keinerlei Abfallprodukte auf Mülldeponien zu entsorgen. Fabriken in aller Welt haben „grüne Teams“ gebildet, die sich mit der Vermeidung, Wiederverwertung oder dem Recycling von Müll beschäftigen, der auf Mülldeponien landet.

Quelle: ots / PRNewswire