Moblitätswende: VDM sieht Umrüstung auf Alternativantriebe kritisch

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Auspufftopf (Foto: © GTÜ / http://www.pixelio.de)

Berlin — Was bedeutet eine Umrüstung oder Dieselfahrverbote für Wirtschaft, für kleine und für mittelständische Unternehmen? Nicht nur die 230 Unternehmen des Verbands Deutscher Metallhändler e.V. (VDM) würden weitreichende Folgen spüren: Kleine und mittelständische Unternehmen aller Branchen sähen sich mit finanziellen und existenziellen Herausforderungen konfrontiert.

„Ein kompletter Austausch des bestehenden Fuhrparks ist nicht zumutbar. Unsere Mitgliedsunternehmen müssen darauf vertrauen können, dass sie ihre Diesel-Fahrzeuge, die sie mit aktuell gültigen Euro-Normen erworben haben, auch mit einer entsprechend üblichen Laufzeit einsetzen dürfen“, erklärt Thomas Reuther, Präsident des Verbands Deutscher Metallhändler e.V.

Mehraufwand und Kosten für KMUs entstehen insbesondere durch Fahrverbote und dadurch bedingte Umwege. Auch ein allgemeines Umrüsten von Pkw und Lkw hätte negative Folgen, da ein Wiederverkauf der vorhandenen Fahrzeuge nicht ohne eine deutliche Wertminderung möglich wäre. Daneben bleibt es trotz medialer Aufmerksamkeit unübersichtlich und unklar, welche Antriebsalternativen am Markt erhältlich und soweit ausgereift sind, dass sie alltagstauglich und langfristig eingesetzt werden können.

„Viele VDM-Mitgliedsunternehmen stehen spätestens bei der nächsten, notwendig werdenden Erneuerung ihrer betrieblichen Pkw-/ Lkw-Flotte vor der Frage nach Alternativantrieben. Entscheidend wird dann sein, welche neuartigen Techniken vom Bund oder Land gefördert beziehungsweise finanziell unterstützt werden und wie dies kommuniziert wird“, unterstreicht Reuther. Denn nach aktuellem Stand gibt es zwar vereinzelte Test-Lkw, die elektrisch betrieben sind; serienreife Elektro-Lkw stehen jedoch noch nicht zur Verfügung – so testen Mercedes, MAN und Co. aktuell noch an Modellen, die das Gesamtgewicht bewältigen können, eine annehmbare Reichweite aufweisen und nicht zu teuer in der Anschaffung sind.

Auch politische Alternativ-Initiativen wie beispielsweise eine blaue Plakette sieht der VDM eher kritisch und schließt sich der Einschätzung des Bundesverkehrsministeriums an. „Nach Ansicht des Verkehrsministeriums sei es wirkungsvoller, bei Fahrzeugen anzusetzen, die sich ständig im Stadtverkehr befinden, etwa Taxen, Busse oder Behördenfahrzeuge. Dies diene der Reduzierung von Stickoxiden und Feinstaubbelastungen mehr als ein Einfahrverbot.

Quelle: Verband Deutscher Metallhändler e.V.