Zementindustrie setzte 2016 rund 1,9 Mio. t Gewerbe-/Siedlungsabfälle als Brennstoff ein

502
Zementwerk (Foto: ©Marc-Tollas /http://www.pixelio.de)

Düsseldorf — Die deutschen Zementhersteller wollen mit ihren Bemühungen um einen hochwertigen energetischen und stofflichen Einsatz geeigneter alternativer Materialien einen wertvollen Beitrag im Übergang zu einer effizienten Kreislaufwirtschaft leisten. So sei seit dem in Kraft getretenen novellierten Kreislaufwirtschaftsgesetz und dem Wegfall der Heizwertklausel die stoffliche Verwertung der energetisch-thermischen Verwertung vorzuziehen. Das zeigt sich in den Zahlen der „Umweltdaten 2016“, die der Verein Deutscher Zementwerke e.V. jetzt veröffentlicht hat.

So wurden neben natürlichen Rohstoffen können auch alternative Rohstoffe zur Zementherstellung eingesetzt, darunter 70.000 t Kalkschlämme, 160.000 t Gießereialtsande und 283.000 t Flugaschen eingesetzt.

Die Substitution fossiler Energieträger ist für die Verringerung der Treibhausgasemissionen in der Zementindustrie entscheidend: Der Anteil fossiler Brennstoffe (vor allem Braun- und Steinkohle) ging kontinuierlich von 74,3 Prozent im Jahr 2000 auf aktuell 35,2 Prozent zurück. Der thermische Energiebedarf wurde 2016 zu 64,8 Prozent durch alternative Brennstoffe gedeckt. Den Löwenanteil stellen sonstige Fraktionen aus Industrie- und Gewerbeabfällen (1.163.000 t), Kunststoffe (640.000 t) und Klärschlämme (463.000 t). Hinzu kamen u.a. aufbereitete Fraktionen aus Siedlungsabfällen (283.000 t), Altreifen (201.000 t), Tiermehle und -fette (145.000 t) sowie Lösungsmittel (126.000 t).

Nach Darstellung der Zementindustrie wird es in Zukunft noch wichtiger sein zu zeigen, dass sie die Abfälle stets sehr effizient sowohl thermisch als auch stofflich verwertet.

Die „Umweltdaten 2016“ stehen unter vdz-online.de zum Download bereit.

Quelle: Deutsche Zementwerke e.V.