ReToVal übernimmt innovative Recycling-Anlage von Adamec Recycling GmbH

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Quelle: Adamec Recycling GmbH Schrott- und Metallhandel Containerdienst

Nürnberg — Die Herrieden ReToVal GmbH hat die innovative Verbundstoff-Trennanlage zum Recycling von Elektroschrott aus der Insolvenz der Adamec Recycling GmbH Schrott- und Metallhandel Containerdienst mit Sitz in Fürth übernommen. Die weltweit einzigartige Recyclinganlage zerkleinert Elektro- und Elektronikschrott und kann mit Hilfe von Kamera-, Röntgen- und Induktionstechnik sowie elektrostatischen Verfahren vollautomatisch die darin vorhandenen Stoffe wie Eisen, Nichteisenmetalle, Edelmetalle oder Kunststoff sortieren. Dabei lässt sich zwischen schadstofffreie und schadstoffhaltigen Kunststoffen unterscheiden.

Adamec hatte mehr als zehn Millionen Euro in die Entwicklung der Recyclinganlage investiert. Das Vorhaben wurde mit Mitteln in Höhe von eineinhalb Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert. Die Anlage erreicht nach Angaben des Unternehmens eine Recyclingrate von gut 95 Prozent – herkömmliche Verfahren erreichen nur zwischen 85 und 88 Prozent. Außerdem erledigt die Anlage sämtliche dafür notwendigen Arbeitsschritte in einem. Transportwege zu weiterverarbeitenden Unternehmen entfallen dadurch. Die hohen Entwicklungskosten für die im Jahr 2009 errichtete Anlage und das sehr komplexe Genehmigungsverfahren belasteten die Liquidität so stark, dass das Unternehmen am 29. Juni 2015 Insolvenzantrag stellen musste.

Das Verfahren über die Insolvenz der Adamec Recycling GmbH Schrott- und Metallhandel Containerdienst wurde am 1. September 2015 eröffnet. Einen anderen Teil des Unternehmens hatte Insolvenzverwalter Volker Böhm schon im vergangenen Jahr verkauft. Die ReToVal GmbH wurde bei der Transaktion von einem auf Distressed M&A spezialisierten Team der Wirtschaftskanzlei Theopark Rechtsanwälte in Nürnberg unter der Federführung von Partner Rainer Schaaf begleitet.

Adamec Recycling bestand seit 1956 und betrieb am Stammsitz in Fürth sowie in der Wetzlarer Straße in Nürnberg einen Schrotthandel mit 24 Arbeitnehmern.

Quelle: Theopark