KeyKegs: Lightweight Containers steigert Recyclinganteil und Rückholrate

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Spezialbehälter zum Verpressen der KeyKegs (Foto: Lightweight Containers BV)

Den Helder, Niederlande — Seit 2015 arbeitet Lightweight Containers zusammen mit Forschungsinstituten und Partnern aus der Recyclingindustrie an der Entwicklung innovativer Recyclingtechnologien für die Einweggebinde KeyKeg und UniKeg. Jetzt hat das Unternehmen mit einigen Pilotprojekten zur Rückholung der gebrauchten Systemfässer begonnen.

Auf der Drinktec 2017 in Deutschland stellt zurzeit Lightweight Containers das erste KeyKeg vor, das zu 10 Prozent aus wiederverwerteten Fässern und insgesamt zu 40 Prozent aus Rezyklat hergestellt wurde. Dieser Anteil soll ebenso wie die Rückholung gebrauchter KeyKegs stetig wachsen.

Bereits 81 Prozent wiederverwertet

Kunststoffprodukte mit einer komplexen Zusammensetzung werden noch nicht im großen Stil recycelt. „Das ist der Grund dafür, dass wir mit einigen Größen der Recyclingindustrie zusammenarbeiten, um neue Methoden zu entwickeln“, sagt Bert Hanssen, technischer Leiter bei Lightweight Containers. „Wir haben 2,5 Jahre lang nach den besten Technologien gesucht und unser eigenes Projekt gestartet und nun stehen wir kurz vor einem großen Durchbruch. Nach einer langen Phase der Entwicklung haben wir jetzt einen Punkt erreicht, an dem wir gebrauchte KeyKegs in einer Recyclinganlage verarbeiten können. Es hat enorm zu der Entwicklung beigetragen, dass das KeyKeg ein nachhaltiges Design hat und bereits zum größten Teil aus Monomaterialien besteht. Wir können davon bereits heute 81 Prozent wiederverwerten.“

Rückholung als Service

Lightweight Containers hat zwei Projekte begonnen, um gebrauchte Systemfässer wieder einzusammeln. Als kommerzielle Leiterin erklärt Anita Veenendaal: „Die Logistik ist eine Herausforderung. Hauptsächlich will man die Logistik so gestalten, dass man so wenige Touren wie möglich fährt, um dadurch den CO2-Ausstoß zu verringern und gleichzeitig muss man darauf achten, dass das zurückgeholte Material die Kosten der Verarbeitung deckt. Wir haben verschiedene Modelle ausgearbeitet und testen sie zur Zeit.“ Zwei Projekte werden in Amsterdam getestet: eines von Getränkelieferanten, welche die leeren Kegs auf Ihren Touren einsammeln, und eines mit durch Städte und Gemeinden eingesammelten Fässer nach der Mülltrennung.

Anita Veenendaal: „Danach werden die KeyKegs komprimiert und zu unseren Recyclinganlagen gebracht, tausend auf einmal. Die Getränkelieferanten sehen es als eine Art Service am Kunden, und die Bars und Restaurants machen da gerne mit. Auch wenn es sich erst um ein Pilotprojekt handelt, sieht es so aus, als könnte es ein großer Erfolg werden. Wir wollen ähnliches in Großbritannien starten – einem großen wachsenden Markt für uns. Zu guter Letzt testen wir noch einige Sammelmethoden für Bier- und Musikfestivals. Wir erhoffen uns davon, ein Repertoire an Methoden zu erschließen, die wir danach in anderen Städten und Ländern anwenden können.“

Das erste zirkuläre Produkt

Auf der Drinktec 2017 stellt Lightweight Containers das erste KeyKeg als zirkuläres Produkt vor, das zu etwa 10 Prozent aus gebrauchten Spezialfässern hergestellt wird. Das Unternehmen beabsichtigt, diese Zahl weiter zu steigern indem es so viele Stücke wie möglich einsammelt und für eine neuerliche Produktion verwendet. Jan Veenendaal, CEO von LWC, glaubt daran, „dass es nur für nachhaltige Unternehmen und Ihre Zulieferer eine Zukunft gibt. Letzten Endes gibt es nur noch Platz für Produkte, die die Umwelt nicht belasten. Wir arbeiten mit der fortschrittlichsten Umweltsoftware und wir wissen, in welchen Arbeitsschritten wir unsere Leistung noch verbessern können. Je mehr wir das tun, begreifen wir, dass wir das ohne unsere Zulieferer und die Recyclingindustrie nicht erreichen können. Es ist sehr ermutigend, dass all diese Unternehmen gewillt sind, mit uns zu arbeiten und uns dabei helfen, dass KeyKeg zu einem nachhaltigen Produkt zu machen.“

Quelle: Lightweight Containers BV