IKB erwartet für das Jahr 2017 Angebotsdefizite bei Zink und Blei

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Zinkerz (Foto: Initiative Zink)

Düsseldorf — Die Zink-Lagerbestände an der LME sind bis Ende August 2017 weiter auf 0,24 Mio. t zurückgegangen. Der Lagerbestand an der SHFE bewegt sich bei 78.000 t, derjenige an der Comex bei gut 16.000 t – somit sind letztere vernachlässigbar. Die Bestände entsprechen dem Verbrauch von gut 8 Tagen. Insgesamt ist die Versorgung noch gut. Für 2017 dürfte sich ein Angebotsdefizit leicht oberhalb von 200.000 t ergeben, schätzt die IKB Deutsche Industriebank.

Auch die Bleivorräte an der LME sanken weiter auf 149.000 t, diejenigen an der SHFE (noch 33.000 t) brachen ein. Die Bestände an der Comex sind unbedeutend (1.040 t). Das absolute Niveau der Bleivorräte entspricht dem Verbrauch von knapp 6 Tagen. Damit ist die Versorgungssituation bei Blei eng. Mittlerweile erwartet die IKB für das Jahr 2017 ein Angebotsdefizit.

Die Zinkminenproduktion erhöhte sich im ersten Halbjahr 2017 kräftig (+5,4 Prozent). Die Raffinadeproduktion wuchs trotz eines Rückgangs in Kanada und Korea weltweit noch leicht (+0,5 Prozent). Im gleichen Zeitraum erhöhte sich der Verbrauch um 0,6 Prozent, was zu einem Angebotsdefizit von 200.000 t führte. Für 2017 erwartet die IKB einen Nachfrageanstieg um etwa 2 Prozent auf dann gut 14,3 Mio. t Reinzink. Der Markt dürfte durch ein weiteres Jahr mit Angebotsdefizit gekennzeichnet sein, welches ca. 300.000 t ausmachen könnte. Dies stimuliert den Zinkpreis weiter. Sollten es doch noch neue Infrastrukturprojekte in China und in den USA geben, erhöht sich das Angebotsdefizit weiter. Die Industriebank prognostiziert für den Zinkpreis bis Jahresende eine Bewegung um eine Marke von 3.100 US-$/t mit einer Schwankungsbreite von 500 US-$.

Die Bleiminenproduktion expandierte bis Jahresmitte 2017 um knapp 12 Prozent. Damit stammen jedoch immer noch über die Hälfte der gesamten Bleiproduktion aus Recyclingmaterial. Die Raffinadeproduktion legte im ersten Halbjahr um 7,8 Prozent zu. Der Verbrauch wuchs mit 10 Prozent stärker. China weitete seinen Bleikonsum um über 13 Prozent aus. Im Gesamtjahr 2017 dürfte sich die Bleinachfrage weiter um 4 Prozent erholen, getragen u. a. von der E-Mobility. Insgesamt gehet die IKB davon aus, dass der Markt 2017 ein Angebotsdefizit von um 100.000 t aufweisen könnte. Im ersten Halbjahr 2017 ergab sich ein Angebotsdefizit von 86.000 t ist. Daher sieht die Industriebank für den Bleipreis bis Jahresende 2017 eine Bewegung um 2.300 US-$/t mit einer Bandbreite von 400 US-$ je Tonne.

Quelle: IKB Deutsche Industriebank