Reclay kündigt Clearingverträge: Verhandlungen über neue Verträge laufen

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Quelle: Reclay Holding GmbH

Köln — Die Reclay Group hat gestern die bestehenden Clearingverträge gekündigt. Die Kündigung wird zum 31. Dezember 2017 wirksam. Dieser Schritt sei notwendig geworden, da es auch in der letzten Sitzung der Gemeinsamen Stelle vor Ablauf der Kündigungsfrist zu keiner Einigung zwischen allen zehn dualen Systemen über gemeinsame neue Verträge gekommen war.

Gespräche mit den drei Systembetreibern Grüner Punkt, BellandVision und Interseroh, die bereits Anfang August die alten Clearingverträge gekündigt und neue vereinbart hatten, stehen kurz vor dem Abschluss.

„Wir fordern noch einige Anpassungen an den neuen Verträgen, um weitere Schlupflöcher zu schließen. Bei einem Treffen gestern Abend wurde uns von Seiten der drei Systeme zugesagt, unsere Änderungswünsche aufzunehmen. Aktuell warten wir auf die abschließende Verschriftung des neuen Vertrages. Sobald uns diese vorliegt, treten wir bei“, erläuterte Raffael A. Fruscio, Geschäftsführender Gesellschafter der Reclay Group, die aktuelle Situation.

„Die Reclay Group hat von Anfang an deutlich gemacht, dass vertragliche Neuregelungen unabdingbar sind, um zukünftig einen weiteren Mengenschwund zu verhindern. Bedauerlicherweise haben die seit Monaten andauernden Verhandlungen über neue Clearingverträge in der Gemeinsamen Stelle zu keiner Einigung geführt. Noch immer scheinen einzelne Systembetreiber nicht gewillt, unrechtmäßige Mengenabzüge zu unterlassen und das System als Ganzes auf eine stabile Grundlage zu stellen. Wir waren nicht länger bereit, dieses Verhalten zu tolerieren und sahen uns daher gezwungen, die alten Verträge zu kündigen.“

Quelle: Reclay Group