Sperrung der Rheintalstrecke bei Rastatt: Hälfte der Transporte muss verlagert werden

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Weiterfahrt unmöglich (Foto: © M. Großmann/ http://www.pixelio.de)

Frankfurt am Main — Die Sperrung der Rheintalstrecke bei Rastatt bis Anfang Oktober führt zu erheblichen Problemen in der Rohstoffversorgung und der Belieferung von Kunden, teilt der Verband der Chemischen Industrie (VCI) mit. Etwa die Hälfte der betroffenen Transporte kann zwar über Umleitungsstrecken auf der Schiene befördert werden; die Chemieunternehmen müssen aber versuchen, die andere Hälfte auf Binnenschiffe oder Lkw zu verlagern. Mit diesen Problemen dürften auch andere Branchen wie die Abfallwirtschaft konfrontiert sein.

„Die Transportkosten erhöhen sich dadurch für die Unternehmen erheblich. Und schon heute besteht ein Engpass bei Spezial-Ausstattung wie Tankcontainern oder Kühlfahrfahrzeugen“, meldet Andrea Heid, Bereichsleiterin für Umweltschutz, Anlagensicherheit, Verkehr im VCI.

Aufgrund der Sperrung drohe außerdem ein Akzeptanzverlust der Branche für den schienengebundenen Transport. Dadurch werde das Verkehrsmittel Bahn weiter geschwächt, urteilt die Logistikexpertin: „Es ist zu befürchten, dass Transporte nicht wieder auf die Schiene zurückkommen, die einmal erfolgreich von anderen Verkehrsträgern übernommen worden sind. Das wäre aus verkehrspolitischer Sicht eine schlechte Entwicklung.“

Andrea Heid erwartet von der Deutschen Bahn eine deutlich bessere Vorbereitung auf mögliche Ereignisse, um wirtschaftlichen Schaden bei allen Beteiligten zu vermeiden. Der Chemieverband appelliert an die Bahn, auch ihre Zusammenarbeit mit europäischen Partnern zu stärken, um in Krisensituationen besser gewappnet zu sein.

Quelle: VCI – Verband der Chemischen Industrie e.V.