BGR mit Global-Studie zu Mineralik-Rohstoffen: Recycling gewinnt an Bedeutung

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Kupferabbau in Gällivare, Schweden (Foto: Neta623 / Pixabay)

Hannover — Die BGR hat eine neue Studie zu den weltweiten Vorkommen und der Produktion mineralischer Rohstoffe (ohne Energie- und Baurohstoffe) veröffentlicht. Der Vergleich basiert auf Daten aus 180 Ländern und gibt einen Überblick über die Reserven, Ressourcen sowie Bergwerks- und Raffinadeproduktion nach dem Wert der Rohstoffe. Danach ist China (wie 2014) weiter der mit Abstand weltgrößte Produzent von Rohstoffen (22 Prozent Marktanteil) und Raffinadeprodukten (47 Prozent Marktanteil). Es folgen Brasilien und Australien.

Obwohl China der mit Abstand größte Rohstoffproduzent ist, zählt das Land nicht zu den führenden Exporteuren. China benötigt den Großteil seiner produzierten Metalle und Minerale selbst und ist zusätzlich mit Abstand der weltweit größte Importeur von Bergbauprodukten. Australien ist weltweit der größte Rohstoffexporteur. Das Land hatte im Jahr 2014 einen Anteil von 28 Prozent am weltweiten Export.

Das Recycling von Wertstoffen gewinnt zunehmend an Bedeutung und leistet einen deutlichen Beitrag zur Verbesserung des Rohstoffangebots. Dennoch ist die Primärgewinnung aus dem Bergbau im Zuge einer wachsenden Weltwirtschaft auch weiterhin für den Großteil der Rohstoffversorgung verantwortlich. In der deutschen Raffinade- und Rohstahlproduktion stammten, ähnlich wie in den letzten Jahren, 53 Prozent des Aluminiums, 42 Prozent des Kupfers und 44 Prozent des Rohstahls aus sekundären Rohstoffen.

In der Studie wird auch die Bedeutung des Rohstoffsektors für die Wirtschaft einzelner Länder beleuchtet. Danach ist der Bergbausektor vor allem für viele afrikanische Länder ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Die Studie „Vorkommen und Produktion mineralischer Rohstoffe – ein Ländervergleich“ steht unter bgr.bund.de zum Download bereit.

Quelle: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe