Flexible Verpackungslösungen: Asien setzt verstärkt auf deren Recyclefähigkeit

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Blisterverpackung (Foto: © Constantia-Flexibles)

Wien — Traditionen, Kultur, Gewohnheiten, Ökonomie, Klima – diese und andere Komponenten nehmen Einfluss darauf, was wir essen und welche Medikamente wir einnehmen. Aber auch darauf, wie diese Produkte verpackt sind. Denn für unterschiedliche Ansprüche müssen die jeweils passenden Verpackungen zur Verfügung stehen.

Global gesehen kann jedenfalls festgehalten werden, dass der Trend in den letzten Jahrzehnten hin zu flexiblen Verpackungen geht: „Diese können beinahe an jede klimatische oder kulturelle Anforderung sowie jeden Kundenwunsch angepasst werden und dies mit effizienter und umweltschonender Materialnutzung“, erklärt Alexander Baumgartner, CEO von Constantia Flexibles. Constantia Flexibles ist ein weltweit tätiger Hersteller von flexiblen Verpackungslösungen.

Unter anderem können Konsumgewohnheiten, aber auch ökonomische Gründe die Vorliebe für eine bestimmte Verpackungsform beeinflussen. So sind beispielsweise in Indien noch keine industriellen Verpackungen wie Großsäcke gängig; darum geht der Trend hin zu Portionsverpackungen: „Viele Arbeitnehmer in Indien werden tageweise, mit einigen Rupien bezahlt. Große Mengen einzukaufen, ist mit diesen Geldbeträgen nicht möglich“, klärt Nikolaus Wolfram auf, Senior Vice President Corporate Development, Innovation & Marketing bei Constantia Flexibles. „Dinge, die nicht unverpackt sein können, wie Shampoos, werden daher oft als Einzelportionen verkauft.“

Auch aktuelle Verpackungstrends gestalten sich in verschiedenen Ländern beziehungsweise Kontinenten unterschiedlich. In Asien und hier vor allem auch in Indien wird verstärkt auf die Recyclefähigkeit von Verpackungen gesetzt. Gesellschaft und Politik gleichermaßen fordern die nachhaltige Wiederverwertbarkeit in einer Dynamik, die in Europa nicht in gleichem Ausmaß zu finden ist, obwohl der Nachhaltigkeitstrend im Verpackungsbereich in Europa seinen Anfang genommen hat. In den letzten Monaten hat sich aber auch in europäischen Ländern einiges bewegt.

Besonders in Ländern, in welchen Onlineshopping an Beliebtheit zunimmt, stellt sich auch die Frage nach der zukünftigen Rolle von Verpackungen, meint Nikolaus Wolfram: „Onlineshopping hat Einfluss auf die Verpackungsformate, wir wissen nur noch nicht genau, wie dieser aussehen wird. Verpackungen werden aktuell noch so gestaltet, dass sie optimal für das Regal im Supermarkt geeignet und sichtbar sind sowie den Kunden zum Kauf bewegen. Die Kaufentscheidung verläuft bei Onlineshops nicht mehr über die Verpackung, sondern eher über Onlinewerbemaßnahmen, wie Videos. Während im Online Handel die Verpackung in der Kaufentscheidung eine untergeordnete Rolle spielt, wird das Erlebnis im Moment des Öffnens möglicherweise wichtiger werden und Verpackungsformate verändern.“

Quelle: Constantia Flexible